BARßEL - Barßels Wasserratten könnten derzeit im Hallenbad nur Trockenübungen machen. Ihnen fehlt einfach das Wasser im 25 mal 10 Meter großen Schwimmbecken. Der Grund hierfür sind die derzeit laufenden, umfangreichen Wartungsarbeiten im Hallenbad. Die halten noch bis zum 17. Januar an, wie Barßels Erster Gemeinderat Arno Baumann mitteilt. Erst dann geht es wieder kopfüber ins frische Nass und die Schwimmfreunde können endlich wieder ihre Bahnen ziehen.
Wenn das Schwimmbad wieder geöffnet ist, wird nicht nur der Sprungturm, sondern auch sämtliche anderen Einrichtungen in neuem Glanz erstrahlen. Dafür sorgen die Mitarbeiter des Bauhofes sowie die Schwimmmeister Horst Nicolai und Ralf Deeken. Um im Becken arbeiten zu können, musste es erst einmal trocken gelegt werden. Rund 8000 Kubikmeter Wasser wurden daher abgepumpt. Anschließend war es möglich, schadhaften Fließen auszubessern oder Fugarbeiten am Beckenboden vorzunehmen.
Des weiteren beschäftigte sich das Renovierungsteam intensiv mit Maler- und Lackierarbeiten, frischte die Umkleidekabinen sowie die Sauna auf und wechselte die Leuchtstoffröhren an der Hallendecke aus. Eine Etage tiefer im Keller stehen ebenfalls Wartungsarbeiten an. Ein breites Spektrum nimmt auch die Wartung der Chlorgasanlage, sowie des Hubbodens ein.
Doch mittlerweile hat auch das Barßeler Hallenbad, wie viele Bäder landauf- und ab, mit schwindenden Besucherzahlen zu kämpfen. Es tummeln sich nicht mehr so viele Menschen im Bad, wenngleich die Zahlen in Barßel einigermaßen konstant blieben: Im vergangenen Jahr kamen rund 58 000 Besucher in das Bad. Ein Jahr zuvor waren es noch 59 000 Gäste.
Neben den Renovierungsarbeiten wird das Barßeler Bad auch attraktiver gemacht. So im Bereich der Cafeteria. Von hier aus hat der Besucher künftig einen herrlichen Blick auf die Aktivitäten im Bad. Denn es soll einen „Durchbruch“ von der Cafeteria zum Innenbereich des Schwimmbeckens geben. „Dann können sich die Besucher auch dort an Tischen aufhalten und gemütlich bei einer Tasse Tee oder Kaffee dem Treiben im Becken zuschauen“, so Erster Gemeinderat Arno Baumann.
Außerdem wurden neue Spielgeräte für den Spielnachmittag eingekauft. Um das jährliche Defizit von im Schnitt rund 150 000 Euro in Grenzen zu halten, werden auch energetische Maßnahmen im Bad vorgenommen. So gibt es für das Bad eine völlig neue Belüftungsanlage. Geplant ist in nahe Zukunft auch der Austausch der Fensterfront. „Hier geht viel Wärme verloren“, so der Gemeinderat.
Sind sämtliche Arbeiten abgeschlossen, wird das Becken wieder mit Wasser gefüllt. Vier Tage dauert diese Prozedur. Anschließend wird das Chlor hinzugegeben – und zwar vollautomatisch. Barßels Wasserratten können sich somit schon wieder darauf freuen, bald wieder einige Runden zu drehen.
