Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Förderung Barßel hofft auf EU-Gelder

Melanie Jepsen

Barßel - Die Gemeinde Barßel möchte die „Leader-Region Fehngebiet“ weiterentwickeln und ein Regionales Entwicklungskonzept (REK) erarbeiten. Das erklärte am Montag Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope auf Nachfrage der NWZ .

Wie berichtet, arbeitet der Verbund von zehn beteiligten Städten und (Samt)-Gemeinden aus vier Landkreisen im Fehngebiet bereits seit 2001 erfolgreich zusammen. Über 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln flossen bis 2014 in regionale Projekte. Das „Leader“-Programm soll ländliche Gebiete für die Zukunft stärken.

„Wir haben erheblich davon profitieren können“, sagt Sope. Eine der größeren Maßnahmen, die mit Hilfe der EU-Fördermittel in der Gemeinde Barßel umgesetzt werden konnten, sei die Neugestaltung des Moor- und Fehnmuseums Elisabethfehn gewesen, sagt der Gemeindevertreter. Weitere Projekte waren unter anderem die Errichtung einer Aussichtsplattform am Mühlenteich in Barßel, der Erlebniswanderweg an der Soeste sowie die Errichtung von Bootsanlegern in Elisabethfehn-Dreibrücken.

274 000 Euro

Vom Gesamtbudget der Förderperiode 2007 bis 2013 in Höhe von zwei Millionen Euro seien somit circa 274 000 Euro nach Barßel geflossen, sagt Sope.

„Man muss sich aber bewusst sein, dass sich die zwei Millionen auf sieben Jahre verteilen“, so der Gemeindevertreter. Mit Blick auf den Erhalt des Elisabethfehnkanals seien kleine Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung denkbar. Er könne sich dort Steganlagen oder Sitzbänke vorstellen. Auch mögliche weitere Wohnmobilstellplätze am Moor- und Fehnmuseum könnte die Gemeinde im Zuge einer Fördergeldbewilligung realisieren, sagt er.


„Ich bin zuversichtlich, dass wir die Zusage bekommen“, sagt Andrea Sope, Regionalmanagerin für das Fehngebiet, im Gespräch mit der NWZ . Für die neue Förderperiode müssten alle Beteiligten das Regionale Entwicklungskonzept weiterentwickeln und neuen Herausforderungen anpassen. Das Konzept sei Voraussetzung für eine Förderung aus dem „Leader“-Programm.

Sollten die Fördermittel bewilligt werden, stünden der Region bis 2020 insgesamt 2,4 Millionen Euro zur Verfügung, sagt Andrea Sope. Anfang 2015 ist das Konzept beim Land Niedersachsen einzureichen. In Niedersachsen bewerben sich mehr als 60 Zusammenschlüsse um eine entsprechende Förderung.

Ideen der Bürger gefragt

Eine wichtige Rolle spielt die Zukunftskonferenz am 25. September im Schulzentrum in Uplengen. Bürger können dort ihre Ideen einbringen und sich über das „Leader“-Projekt informieren. Eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) aus Vertretern der Kommunen, der Bürger sowie Verbände und Vereine erarbeitet die Strategie für das Entwicklungskonzept. Das Konzept müsse optimal auf die Erfordernisse in der Region zugeschnitten sein und in einem landesweiten Wettbewerb überzeugen, sagt die Regionalmanagerin.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

POSITIVES VOTUM Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH – Rießelmann spricht von „Happy End“

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden