Barßel - Der November hat in Deutschland drei Gedenktage: Allerheiligen, Allerseelen und „Allerhasen“. So bezeichnet der Volksmund scherzhaft den Hubertustag am 3. November eines jeden Jahres – und der spielt besonders für alle Jäger eine wichtige Rolle. Der Heilige Hubertus, er ist der Schutzpatron der mehr als 300 000 Jäger in deutschen Gauen, das Gedenken an ihn ein festlicher Tag mit Hubertusjagden und Hubertusmessen, zu denen sich die Waidmänner auch in den Kirchen versammeln und stets auch – allen, manchmal unbedarften Kritikern zum Trotz und getreu dem historischen Vorbild – ihre hohe ethische Verantwortung für die Natur betonen.

Dieser Verantwortung sind sich auch die Weidmänner des Hegerings Barßel bewusst. Gleichwohl gehört es zur Tradition, dass Barßels Jäger am Namenstag des Schutzpatrons dem Weidwerk in Flur und Feld mit der Flinte nachgehen. Dabei sind natürlich auch die getreuen Vierbeiner, ohne die eine Niederwildjagd kaum denkbar wäre. Nicht zu Unrecht heißt es „Jagd ohne Hund ist Schund“.

Jetzt war es wieder soweit: „Es ist jedes Jahr erfreulich, dass die Pächter ihre Reviere für diese Jagd zur Verfügung stellen. Dann können auch die revierlosen Weidfrauen- und männer die Gelegenheit nutzen, dass wunderbare Weidwerk in der Natur zu frönen“, sagte Barßels Hegeringleiter Rudi Schulte bei der Begrüßung. Auch diesmal ging es wieder gemeinsam in die Reviere. Beim „Landgasthof und Hotel Herzog“ in Carolinenhof gab es um 10.30 Uhr das Sammeln der Jäger. Hier wurde die Hubertusjagd durch die Jagdhornbläser des Hegering Barßel angeblasen. Hegeringleiter Rudi Schulte gab noch allgemeine Hinweise, wie beispielsweise Unfallverhütungsvorschriften.

Er appellierte an die Weidmänner auf eine schonende Bejagung des Wildes zu achten. Insbesondere beim Fasan sei das sehr wichtig. Dann ging es in die Reviere. Gegen 16 Uhr hieß es für alle Jäger „Hahn in Ruh“. Nach der Jagd gab es das Schüsseltreiben und es wartete das leckere Essen auf die Jäger.