BARßEL - Den Ernstfall probte die „Örtliche Gefahrenabwehr ÖL (ÖGA)“ der Ortsgruppe Cloppenburg des Technischen Hilfswerkes am vergangenen Wochenende in Barßel. Die Gruppe wurde in dem Szenario alarmiert, nachdem Passanten auf der Soeste im Seemannsdorf Barßel ein Ölfilm auf den Gewässern entdeckt und gemeldet hatten. Es dauerte nicht lange, da war das THW mit einigen Fahrzeugen vor Ort. Viele Passanten hielten die Übung zunächst für einen Ernstfall. Wurden aber schnell vor Ort aufgeklärt. Da sich in der Übung eine größere Verschmutzung anbahnte und das Öl auch das Leben der Fische bedrohte, war Eile angesagt. „Wir haben sofort auf der Soeste zwischen der Landzunge und dem Deich eine 50 Meter lange Böschungssperre ausgebracht“, sagt Gruppenführer Christoph Berlin. Diese schließt die Lücke von schwimmenden Ölsperren bis zum Ufer. Zum Einsatz kam dabei

auch ein Schlauchboot. Mit der Sperre hatte man verhindert, dass der Ölteppich sich bei ablaufenden Wasser in Richtung Norden ausbreiten konnte.

Auf der Landzunge hatten die Helfer bereits ein Beruhigungsbecken aufgebaut. Mit so genannten Skimmern wurde das Öl-Wasser-Gemisch direkt von der Wasseroberfläche zunächst in das große Vorratsbecken gepumpt. „Nach einer gewissen Zeit sammelt sich das Öl auf der Oberfläche und wird dann mit Industriesaugern abgesaugt“, so der Gruppenführer. Der zog nach dem Ende der Übung ein positives Fazit. „Es hat alles bestens geklappt. Wir sind für den Ernstfall gerüstet“, meinte Berlin.