BARßEL - Der Beruf ist für ihn Berufung: Albert Lüken aus Barßel-Neuland hat sich für den Beruf des Priesters entschieden. Der dunkelhaarige Mann aus dem Seemannsdorf Barßel befindet sich in seiner Ausbildung zum Priester sozusagen im „Endspurt“. Am 10. Oktober 2013 wird Lüken zum Priester im Dom zu Rom geweiht.
Doch zunächst steht der erste Höhepunkt für den 26-jährigen jungen Mann, der sein Abitur am Albertus-Magnus-Gymnasium (AMG) in Friesoythe machte, an. Am Sonntag, 22. April, um 14.30 Uhr wird er in der Liebfrauen Überwasserkirche in Münster von Bischof Dr. Felix Genn zum Diakon geweiht. Darüber freut sich Lükens Heimatgemeinde Sankt Ansgar. Besonders groß ist die Freude bei Barßels Pfarrer Ludger Becker, dass sich mit Lüken ein Mitglied seiner Gemeinde für den Priesterberuf entschieden hat.
Predigt in Barßel
Albert Lüken hat seine Heimatgemeinde zur Weiheliturgie eingeladen. „Es ist selbstverständlich, dass wir an diesem Ereignis teilnehmen“, sagte Pfarrer Becker. Daher werde für die Fahrt nach Münster eigens ein Bus eingesetzt. Mit dem frisch geweihten Diakon wird dann am Sonnabend, 28. April, um 17 Uhr die „Missa cum Diacono“ in der Pfarrkirche Ss. Cosmas und Damian in Barßel gefeiert. Diakon Albert Lüken wird die Predigt halten und in der Messe assistieren.
Im Anschluss findet ein Empfang im Pfarrheim statt, zu dem die ganze Gemeinde herzlich eingeladen ist. „Dort wird dann auch das Geschenk der Heimatgemeinde übergeben“, freute sich Pfarrer Ludger Becker auf seinen neuen Berufskollegen.
Lüken ist gläubiger Katholik, studierte Theologie am Pontificio Collegio Germanico-Ungarico in Rom, einem Kolleg für Studenten aus dem deutschsprachigen und ungarischen Raum. Zuvor hatte Lüken an der Katholischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität (WWU) in Münster studiert. Außerdem hat der zukünftige Geistliche ein Auslandssemester in den USA absolviert.
Dass er am „Germanicum” in Rom studieren durfte, ist eine Auszeichnung für Albert Lüken. Das Bistum Münster schickt pro Jahr einen Studenten in die „ewige Stadt”.
„Fühle mich berufen“
„Auf den Weg zum Priester befinde ich mich zur Zeit als pastoraler Mitarbeiter im Gemeindejahr in der Propstei Sankt Peter in Recklinghausen. Man kann auch Auszubildender sagen“, erklärt Albert Lüken. Im August sitzt er schon wieder im Flieger nach Rom. Dort beginnt für Lüken die Endphase seiner christlichen Ausbildungszeit mit dem Höhepunkt der Priesterweihe. „Ich gehöre zu den Menschen, die sich zur Verkündung der frohen Botschaft berufen fühlen. Zu den Menschen, die sich entschlossen haben, zölibatär zu leben: in völliger Ehelosigkeit“, so Lüken. Kirche ist für den jungen Barßeler der Ort, wo sich die Existenz der Menschen und das Evangelium treffen. Man brauche in der Kirche engagierte Christen. Ohne die wird es schwierig, so Lükens Philosophie zu seiner späteren Arbeit in einer Pfarrgemeinde.
Er möchte stark am christlichen Weltbild mitwirken. Sorgen um die Zukunft der „Kirche morgen“ macht er sich schon. „Doch man kann aktiv mitgestalten und zudem gibt es Überlegungen, die gewachsenen Strukturen der Kirche zu verändern“, sagt er.
