BARßEL - Der Pfarrer für die Gemeinde St. Ansgar Barßel, Elisabethfehn und Harkebrügge, Wolfgang Pille, ist auf persönlichem Wunsch und nach Rücksprache mit dem Offizialat in Vechta aus dem aktiven Priesterdienst ausgeschieden. „Die Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Ich habe darum gerungen. Zumal mir bewusst ist, dass dieser Schritt nach knapp halbjähriger Dienstzeit als Pfarrer sowohl für die mir bislang anvertrauten Gläubigen, unser Seelsorgeteam, wie auch für die kirchliche Leitung überraschend erfolgt“, so Pille.
Schwerer Entschluss
Als Grund für sein Ausscheiden nennt Pfarrer Pille seine Beziehung zu einer ihm nahestehenden Frau, die sich in letzter Zeit intensiviert habe. „Nach gründlicher und begleiteter Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich mit ihr zusammen leben und meinen weiteren Lebensweg mit ihr gehen möchte“, gibt der Geistliche seine Beweggründe für das Ausscheiden aus dem kirchlichen Dienst an. Er wolle sich nun beruflich neu orientieren, heißt es. Vor seinem Dienstantritt in der Kirchengemeinde im vergangenen Oktober war Pille als Kaplan in Bösel, Petersdorf, Nikolausdorf und Garrel tätig.
Dank für Vertrauen
Den Schritt in die Öffentlichkeit sei er nun gegangen, um, wie es heißt, jedwede Gerüchte zu vermeiden und gleichzeitig um Verständnis bei den Gläubigen für seinen Entschluss zu bitten. „Ich betone: Ich verlasse den Priesterdienst nicht im Groll oder Zorn ! Ich danke allen Verantwortlichen in der kirchlichen Leitung und besonders allen Gläubigen in den Gemeinden, in denen ich Dienst tun durfte, für das mir während der nahezu sechs Jahre nach meiner Priesterweihe entgegengebrachte Vertrauen“, so der Pfarrer in einer Stellungnahme.
In den Sonntagsgottesdiensten in Barßel, Elisabethfehn und Harkebrügge wurde die Nachricht vom Ausscheiden des beliebten Pfarrers von Offizialatsrat Bernd Winter, Leiter der Abteilung Seelsorge im bischöflichen Offizialat Vechta, überbracht und persönlich mit den Gemeindemitgliedern erläutert. Wie zu erfahren war, wurde die Entscheidung Pilles hier überwiegend mit Bestürzung und Bedauern aufgenommen.
