BARßEL - Die Residenz-Gruppe investiert erneut in Barßel Millionen. Nach der Senioren-Pflegeeinrichtung wird jetzt eine neue Fachenrichtung für Intensivpflege gebaut.
Von Michael Keim
BARßEL - Die Gemeinde Barßel und die Bremer Residenz-Gruppe arbeiten ganz offensichtlich gut zusammen. Das zeigte sich anfangs am Ellerbrooksweg, wo für rund 3,7 Millionen Euro eine Senioren-Pflegeeinrichtung entstanden ist. Jetzt wird die Investorengruppe erneut in Barßel tätig. Und zwar beim Neubau der Facheinrichtung für Intensivpflege (FIP) im Baugebiet „Am Krumme Kamp“.Insgesamt werden hier rund sieben Millionen Euro in den nächsten Monaten verbaut. Zum Ende des Jahres soll die Einrichtung in Betrieb gehen. Bislang ist FIP im Gesundheitszentrum untergebracht. Dort wird es jedoch zu eng. 35 Pflegeplätze für schwerstpflegebedürftige Menschen stehen hier zur Verfügung, im Neubau gibt es dann 72 Pflegeplätze.
Solcherlei Einrichtungen sind Mangelware, und für die Patienten und deren Angehörige gibt es lange Wartelisten. Zu den erkrankten Menschen gehören zum Beispiel dauerbeatmete Kinder oder Wachkoma-Patienten. Deren Bedürfnisse können in normalen Pflegeheimen nicht berücksichtigt werden.
Betreiber der bisherigen FIP GmbH im Gesundheitszentrum Barßel ist Geschäftsführer Volker Bley. Der wird auch in der neuen Einrichtung als Geschäftsführer tätig sein und ist „froh, dass es endlich los geht“.
Zu den Gästen beim gestrigen Spatenstich zählte auch der ehemalige Barßeler Bürgermeister Johannes Budde, der auch Vorsitzender vom Förderverein „K.I.D.S“ (Kinderintensivpflege für Dauerbeatmete und Schwerstpflegebürftige e.V.) ist. Der freute sich über das Engagement der Residenz-Gruppe in Barßel. „2002 begannen die Vorplanungen für das gesamte Gebiet. Damals kam Volker Bley auf mich zu und stellte mir das Projekt vor“, blickte Budde zurück. Über den Bau des Seniorenheimes am Ellerbrooksweg kam schließlich der Kontakt zur Residenz-Gruppe zustande. Dadurch wurde nun auch dieser Neubau möglich.
„Wir freuen uns, dass wir hier sozusagen ansässig geworden sind“, so Rolf Specht, geschäftsführender Gesellschafter der Investorengruppe aus Bremen. Zwar sei auch die Einrichtung im Gesundheitszentrum stets gut gewesen, doch „wir bemühen uns hier, eine noch bessere Situation für Patienten, Mitarbeiter und Angehörige zu schaffen“.
Und während Schulte und Specht die Schüppe zur Hand nahmen, rollten im Hintergrund bereits die ersten Bagger.
