BARßEL - Er ist die neue Attraktion im touristischen Angebot der Gemeinde Barßel: der Naturerlebnisweg. Er „schlängelt“ sich über 1,8 Kilometer Länge vom Barßeler Hafen über den Soeste-Deich bis zur Ebkensschen Mühle mit zahlreichen interaktiven Stationen, die für besondere Erlebnisse bei Einheimischen und Touristen sorgen sollen.

„Ich habe schon davon gehört, ihn aber noch nicht ausprobiert. Auf jeden Fall ist so ein Weg sicher sehr lehrreich und eine gute Ergänzung zum touristischen Angebot in der Gemeinde Barßel“, sagt Brigitte Rolfs, Wohnmobilcamperin aus Bremen. Auch Klaus-Uwe Pacyna, Urlauber aus Bad Oeynhausen, hält den Naturerbnisweg entlang des Seoste-Deiches für sinnvoll. „So erfährt man als Auswärtiger etwas über die Natur vor Ort und die historische Entwicklung Barßels“, freut sich der Tourist.

Hein Kröger, Barßeler seit mehr als acht Jahrzehnten, lässt der Erlebnisweg kalt. „Was soll das. Mich interessieren die Tafeln nicht. Ich kenne die Barßeler Geschichte. Alles, was hier drauf steht, weiß ich doch längst“, schimpft der Rentner. Die neue Barßeler Attraktion sei wohl eher etwas für Touristen und jüngere Einheimische, sagt Kröger.

Die kritische Haltung des Barßeler Urgesteins können Christa und Lothar Sack nicht teilen. „Der Erlebnisweg ist sehr ansprechend gestaltet und pädagogisch gut gemacht“, freut sich Christa Sack. „Es ist doch wichtig, dass man über die Geschichte des Ortes Bescheid weiß und hier an den Stationen erfährt man einiges über den Ort und über die Natur“, sagt Lothar Sack, der mit seiner Frau vor 17 Jahren von Remscheid nach Barßel zog.

Empörend finden es die beiden Barßeler, dass die Route des Entdeckens schon zum Erlebnispfad für Vandalen geworden ist. So wurde nach ihren Beobachtungen eine Tafel schon beschmiert und der Lautsprecher für die Wiedergabe von Vogelstimmen bei der Station „Wer singt denn da?“ ausgebaut und anderen Zwecken zugeführt.


Marina Esders aus Barßel ist nicht nur der Vandalismus ein Dorn im Auge, sondern auch der ungepflegte Zustand der Route mit Wildwuchs zwischen den Pflastersteinen. „So etwas macht keinen guten Eindruck auf Besucher“, hofft sie auf baldige Abhilfe des ungepflegten Zustands.

wurde der Erlebnisweg in Barßel eingeweiht. Der Großteil der Strecke führt entlang des Seoste- Deiches. An sieben interaktiven Stationen kann der Besucher spielerisch Informationen über historische Änderungen der Landschaft und des Ortes Barßel erfahren.

ist der Barßeler Hafen. Von dort führt die Strecke in Richtung Bahnübergang den Soeste-Deich entlang bis zum Mühlenteich. Hier laden Bänke den Besucher zum Verweilen ein. Der Weg endet derzeit noch bei der Barßeler Mühle, soll aber später durch den Ort zurück zum Barßeler Hafen führen.

„Erlebnisweg“ kostete rund 28 000 Euro. Rund die Hälfte der Kosten wurden vom EU-Leader-Programm übernommen.