BARßEL - In der Dusche der Damen im Barßeler Hallenbad müssen die Wasserleitungen ausgetauscht werden. Den Hubboden wartet eine Spezialfirma.
von Thorsten Langenbahn
BARßEL - „Außer Betrieb!“ blinkt es unentwegt in weißer Schrift vor rotem Hintergrund auf dem Bildschirm des Kassenautomaten im Hallenbad Barßel. Seit dem 22. Dezember ist das Schwimmbad an der Westmarkstraße wegen der jährlichen Wartungsarbeiten geschlossen. Heizkörper werden gestrichen, Lampen überprüft, Lüftungsanlagen kontrolliert und die Filterkohle erneuert.„Dieses Jahr ist ein bisschen mehr dazu gekommen als normalerweise – unser Bad kommt in die Jahre“, sagt Schwimmmeister Horst Nicolai. Im nächsten Jahr existiert das Hallenbad 30 Jahre, da bleiben regelmäßige Wartungen und Reparaturen unumgänglich.
So alt wie das Bad sind auch die Wasserleitungen in der Damendusche. Schwimmmeistergehilfe Ralf Deeken und die Bauhof-Mitarbeiter Ralf Niemeyer und Josef Schmidt stemmen mit einem Presslufthammer den Boden auf, um die Kalt- und Warmwasserleitungen freizulegen und das Leck zu beseitigen. Ohrenbetäubendes Rattern erfüllt den Raum mit den Fliesenwänden. Das Pfirsichshampoo auf der Ablage bleibt unangetastet.
Im Beckenbereich kein Wasser weit und breit, stattdessen riecht es nach frischer Farbe. Dreimeter-Sprungturm und Einmeterbrett erstrahlen bereits in frischem Weiß. Das Becken wurde gereinigt, für die Wartung des Hubbodens rückt eine Spezialfirma aus Hannover an. Die zehn mal zehn Meter große Betonplatte, die auf vier Stempeln steht, deckt ein knappes Drittel des gesamten Beckenbodens ab. Der Boden fällt schräg ab bis auf eine Tiefe von 3,80 Meter unter den Sprungtürmen.
Der Hubboden reguliert die Beckentiefe – das Flachste sind 30 Zentimeter, das Tiefste 1,80 Meter. Im normalen Badebetrieb steht er tagsüber meistens auf 90 Zentimetern, ab 17.45 Uhr auf 1,25 Meter.
„Vor einigen Jahren war mal ein Hydraulikstempel undicht und drückte das Hydrauliköl heraus“, erinnert sich Nicolai. Die Folge: Das Spezialöl auf Seifenbasis sorgte im Wasser für eine starke Schaumentwicklung. Der Schwimmmeister war gezwungen, das Wasser abzulassen und das Bad für die Reparatur eine Woche lang zu schließen.
„Wir versuchen wieder, ohne Störungen durchzukommen“, so Nicolai, der im Vorjahr keine größeren Schäden beklagen musste. Kleinere Defekte repariert der gelernte Wasser- und Heizungsinstallateur selbst. Am kommenden Montag wird er wieder frisches Wasser ins Becken lassen – eine Woche dauert es, die rund 800 Kubikmeter einzufüllen und auf wohlige 30 Grad Celsius aufzuheizen.
Ab Montag, 17. Januar, wird das Barßeler Hallenbad wieder für den Schwimmbetrieb geöffnet. Dann hat auch das permanente Blinken des Kassenautomaten ein Ende.
