BARßEL - Wer kann schon den niedlichen, tapsigen, kleinen Rackern widerstehen? Jeder liebt Welpen und so mancher Tierfreund träumt davon, sich einen Welpen zuzulegen. Doch das bedeutet auch eine Menge Arbeit. Der putzige Vierbeiner kann nämlich schnell zur Nervensäge werden, wenn man ihn nicht frühzeitig und artgerecht erzieht. Auch für Hunde gilt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
Gut zu beobachten ist das bei der Barßeler Welpenschule. Denn auch beim Hund gilt: Erziehung ist alles. Aufgrund der rasanten Entwicklung eines Welpen in den ersten 16 Wochen seines Lebens, begehen viele Hundehalter gleich zu Beginn Fehler. Hier setzt die vor drei Monaten gegründete Barßeler Welpenschule an. Initiator ist der Barßeler Klaus Wies.
Vor 23 Jahren kam Wies selbst auf den Hund. Ein Pon (polnischer Niederungs-Hütehund) begleitet den Hundenaar und seine Familie seitdem tagtäglich. Das Hobby Hund hat sich zu einer Passion entwickelt. „Wenn man sich entschließt, einen jungen Hund zu kaufen, sollte man sich auch ausgiebig mit dessen Erziehung befassen. Hunde müssen von klein auf erzogen werden, damit man später keine bösen Überraschungen erlebt. Die beste Möglichkeit mit der Erziehung eines Hundes zu starten ist die Welpenschule“, weiß er aus eigener Erfahrung
Die Welpenschule begleitet eine Gruppe von Hundekindern und Hundeeltern. Friseur und Hausfrau, Familien und Singles, Jung und Alt. Golden Retriever und Mischlingswelpe begegnen sich, Mopsjunge trifft auf Pudelmädchen. So unterschiedlich die kleinen Hunde – so unterschiedlich auch deren Frauchen und Herrchen. Und auch die gehen wieder in die Schule. Denn am oberen Ende der Leine muss genauso gelernt werden wie am unteren. Denn ein Hund kommt nicht schlecht auf die Welt. Die Welpenschule ist für Klaus Wies die Grundlage für ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund.
Das Unterrichtszimmer befindet sich im Freien, direkt hinter dem Hallenbad auf der Liegewiese und erinnert an einen Kindergarten. Ein Zelt mit Kriechtunnel, ein Kasten mit 2000 Bällen und jede Menge Platz zum Herumtoben erwartet „Leo, Flocke, Betty, Kyra“ und andere. Wenn ein Welpe sich erst überwunden hat, die große Unbekannte zu erkunden, dann flitzt er anschließend wie ein Blitz immer wieder durch die Spielstätte.
„Jede Art von Zwang ist verpönt“, sagt Wies. Und wenn Herrchen oder Frauchen ungeduldig werden, wird auch der Ton von Klaus Wies schärfer. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß macht, eine Welpenschule zu besuchen. Es ist einfach toll, zu sehen, wie der eigene Hund beim Spielen mit anderen Hunden, einen Heidenspaß hat“, sagt Monika Johinng aus Barßelermoor.
