BARßEL - Der KIDS- Verein zieht eine positive Bilanz seiner Arbeit. So kann mittelrweile eine eigene Betreuerin auf der Kinderstation beschäftigt werden
Von Hans Passmann
BARßEL - Eine positive Bilanz seiner Arbeit zog der Förderverein „KIDS“ (Kinderintensivpflege für Dauerbeatmete und Schwerstpflegebedürftige) bei seiner Generalversammlung im Barßeler Gesundheitszentrum. „Zwar haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht die ganz großen Spenden erhalten, aber dennoch konnte einige Anschaffungen für die Station getätigt werden“, erklärte der Vorsitzende, Barßels ehemaliger Bürgermeister Johannes Budde.Die größte Anschaffung waren Bewegungstrainer für die Kinder. Darüber hinaus investierte der Verein in die Renovierung und Ausbau des am Gesundheitszentrum angrenzenden Wohnhauses. „Wir haben dadurch für die Eltern und Angehörige vernünftige Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen, so Budde. Viele kommen von weit her angereist, um die Kids zu besuchen. So können wir eine günstige Wohnung anbieten. Durch dieses Angebot können wir dazu beitragen, dass der soziale Kontakt der Eltern und Angehörigen zu den Patienten erhalten bleibt.
Außerdem unterstützte der Förderverein mit seinen Mitteln die Weiterbeschäftigung einer Arbeitskraft, die zuvor von der Agentur für Arbeit bezuschusst wurde. „Leider lief die Maßnahme aus. Eine Verlängerung war nicht mehr möglich. Doch wir wollten diese Mitarbeiterin unbedingt für die Kinderstation behalten“, so der Vorsitzende. „Jede Spendehilft dabei, den Kindern ein wenig Lebensqualität mehr zu geben“, sagte Budde. Die Gelder würden nicht „gehortet“, sondern würden zweckgebunden eingesetzt und gingen nicht in den allgemeinen Haushalt der Station ein. Die größeren Veranstaltungen im Vorjahr waren der Luftballonwettbewerb zum Barßeler Markt, die Aktion „Spinning“ des Einkaufsmarktes „Neukauf“ sowie die Bastelaktion der Erstkommunionkinder.
Einige Euros flossen auch in die Spendendose beim Allianz-Stand auf der Barßeler Gewerbeschau. Die Station im Gesundheitszentrum verfügt über acht Betten für Kinder. „Nicht nur das derzeit alle Betten belegt sind, die Nachfrage nach Plätzen ist ungebrochen“, sagt Volker Bley, Leiter der Fachintensivpflege (FIP) im Gesundheitszentrum Barßel. „Die Zusammenarbeit mit den Kindergärten und der Soeste-Schule in Barßel kommen den kleinen Patienten sehr zugute“, sagte er. Zum Teil seien die Kinder schulpflichtig. Fünf Kinder werden von ausgebildeten Lehrkräften der Soeste-Schule regelmäßig in der Woche unterrichtet. Der Unterricht besteht im Lernen von Reizen (Hören, Musik, Geschichten). Dabei gibt es auch einen festen Stundenplan. Ziel sei es, dass die Kinder später einmal am Leben teilnehmen können.
Erfreulich sei, dass viele Menschen zur Station kämen, um mit den Kindern Spaziergänge zu unternehmen. Dem Verein gehören zur Zeit 36 Mitglieder an. Die Hilfsbereitschaft für KIDS ist ungebrochen.
Zum 1. November 2007 wird die Fachintensivpflege mit ihrer Station in den derzeit befindlichen Neubau an der Mühlenstraße umziehen (wir berichteten). „Die FIP-Station hat dort in einem eigenen Gebäude ganz andere Dimensionen. Wir müssen sehen, wie der Förderverein sich zum Wohle der Kinder in den Neubau einbringen kann“, erklärte Vorsitzender Budde. FIP-Leiter Volker Bley hatte gleich zwei Wünsche parat „Im Innenbereich des Gebäudes möchte wir vier Snozzellräume mit verschiedenen Themen einrichten.“
Für den Außenbereich ist ein behindertengerechter Spielplatz geplant, unter anderem mit Schaukel und Wippe. Dieser soll sich direkt an die Kinderstation anschließen. Da es hierfür keine öffentlichen Gelder gibt, wäre es schön, wenn der Förderverein die Vorhaben finanziell unterstützen könnte“, so Bleys Wunsch.
Denkbar wäre die Gestaltung des Spielplatzes auch die Jugendgruppen, Verbände aus dem Gemeindegebiet. Insgesamt kann die Einrichtung am neuen Standort 72 Patienten aufnehmen. Darin enthalten sind 12 Plätze für die Kinderstation.
