BARßEL - „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“, so lautete der Titel eines Vortrages über die Bedeutung erneuerbarer Energien, den der bekannte Fernsehjournalist und Buchautor Dr. Franz Alt jetzt vor rund 400 Zuschauern in der Aula im Schulzentrum Barßel hielt. „Das Elend und der Hunger auf der Welt sind mit viel Energie zu überwinden. Aber nicht mit den Auslaufmodellen, sondern nur mit regenerativen Energien" betonte Alt.
Der Publizist war auf Einladung des Fördervereins Mittelstand Barßel (FMB) nach Barßel gekommen, um über Vorteile des Einsatzes erneuerbarer Energien zu referieren. „Wir brauchen das Solarzeitalter, wir müssen umdenken, wir leben von der Sonne“ lautete das Credo des Journalisten. Die Sonne würde täglich 15 000 Mal mehr Energie schicken, als die Erdenbewohner benötigen würden, betonte der Referent.
Der als ein Vordenker der deutschen Friedens- und Umweltbewegung geltende Buchautor setzte sich in seinem Vortrag für einen pfleglichen Umgang mit der Erde ein. Der Fluchtweg aus dem bekannten Treibhauseffekt könne über Biomasse, Sonnenenergie und Wind gefunden werden. „Ansonsten hinterlassen wir unseren Kindern und Enkeln eine verbrannte Erde“, warnte Alt.
Den Zuhörern präsentierte der Referent eine Folie mit seinem wünschenswerten Energieszenario im Jahr 2050 aus 40 Prozent Solarenergie, 30 Prozent Energie aus Biomasse, 15 Prozent Windenergie, 10 Prozent Energie aus Wasserkraft und nur noch fünf Prozent Energiegewinnung aus Erdöl. „Wenn wir das umsetzen, haben wir zudem fünf Millionen Arbeitsplätze geschaffen und können Wohlstand haben, ohne die Umwelt zu ruinieren" so das Fazit des 71-Jährigen.
Vehement kritisierte Alt den geplanten Bau von Kohlekraftwerken als ökonomischer und ökologischer Unsinn. „Versagen Sie den politischen Vertretern dieser Energieauffassung bei der nächsten Wahl ihre Stimme“, rief Alt die Besucher in der Schulaula auf.
