BARßELERMOOR - Auf den Hund gekommen ist Holger Pekeler aus Barßelermoor nicht. Gleichwohl ist er im Besitz von Tausenden von Hundemarken, die eigentlich zur Kennzeichnung von Haushunden gefertigt werden. „Nein, nein so viele Hunde will ich mir beileibe nicht anschaffen. Das Sammeln von Hundemarken ist ein Hobby und eine besondere Leidenschaft“, wiegelt Pekeler, der in Barßel eine Buchhandlung betreibt, ab.
Vor 30 Jahren hat er mit dem Sammeln begonnen. Zu verdanken hat er sein „ruhiges und schönes Hobby“, wie er sagt, seinem Freund Siegfried Kruse aus Idafehn. „Siegfried hatte an seinem Schlüsselbund zwei Hundemarken, die mir sofort ins Auge stießen. Ich fand die ganz schön und er hat sie mir spontan geschenkt“, so der 53-jährige Pekeler. Das war der Anfang. Aus zwei Marken sind im Laufe der Jahre 15 000 Exemplare aus aller Welt geworden. Eine Reihe davon zieren die Wohnung von Pekeler an der Hauptstraße in Barßelermoor. „Das ist nur ein Bruchteil meiner Sammlung. Weitere Hundemarken habe ich in Mappen sortiert und der Rest schlummert in verschiedenen Kästen“, erzählt Pekeler.
Und täglich werden es mehr Hundemarken. Die Sammlung ist noch lange nicht komplett. Fündig wird der „Markennarr“ im Internet, aber auch auf Flohmärkten. „Das war früher ein wenig schwieriger. In den Anfangsjahren habe ich sämtliche Gemeinden und Städte in Deutschland und sogar Botschaften angeschrieben und um eine Hundemarke gebeten. Die Resonanz war sehr groß, wenngleich nicht alle Behörden eine Marke herausgerückt haben“, blickt Pekeler zurück.
Dass es anders geht, zeigt die Samtgemeinde Gronau. Noch heute erhält Pekeler aus dem Rathaus jährlich unaufgefordert die neueste Hundemarke. Seine Sammlung zieren auch Identitätsmarken aus Japan, Pakistan, Ungarn oder England. Ein Unikat dürfte die Hundemarke von 1869 aus Berlin sein. Unterschiedlich sind auch die Formen, rund, eckig, knochenförmig, achteckig oder oval. Aus Bronze, Messing, Plastik oder Blech.
