Ramsloh - Vor drei Wochen haben die Bauarbeiten zur neuen Kinderkrippe in Ramsloh begonnen. Durch den Frost gerieten sie jedoch immer wieder ins Stocken. „Die Verzögerung macht die geplante Eröffnung zum 1. August 2013 nicht mehr möglich“, sagte Bürgermeister Hubert Frye. Nach Aussagen von Architekt Bernd Norrenbrock ist jedoch eine Eröffnung bis zum 1. Oktober realistisch. „Wenn man die fleißigen Handwerker betrachtet, kann man bei dieser Aussage optimistisch sein“, sagte Frye, „mit Schwung geht es jetzt los“.
150 Quadratmeter
Um sich ein Bild von den Bauarbeiten vor Ort zu machen, trafen sich am Mittwochvormittag Frye, erster Gemeinderat Wilhelm Hellmann, Silvia Beelmann, Leiterin des Kindergartens „Pusteblume“, und Architekt Norrenbrock an der Mootzenstraße. Neben dem Kindergarten „Pusteblume“ soll die Krippe, die den Namen „Lünikenääst trägt, auf etwa 150 Quadratmetern entstehen. Zum Kindergarten hin soll später eine sogenannte „Begegnungstür“ eingebaut werden. Die Baukosten für die Kinderkrippe belaufen sich auf annähernd 400 000 Euro.
Eingerichtet werden ein großer Gruppenraum, ein Ruheraum sowie ein Sanitärbereich mit Dusche. Für „Lünikenääst“ muss der Kindergarten seinen Spielplatz vom vorderen in den hintern Bereich, den Garten des Kindergartens, verlegen. Die Krippe soll 15 Kindern Platz bieten. „14 Anmeldungen liegen schon vor“, freute sich Beelmann. „Mit der vierten Krippe decken wir den Bedarf an Plätzen. Das ist ein guter Schritt, denn mit ihr unterstreichen wir die angestrebte Haltung der Familienfreundlichkeit“, fügte der Bürgermeister hinzu.
Gut aufgestellt
Zwei Erzieherinnen der „Pusteblume“ sollen nach der Fertigstellung in die Kinderkrippe wechseln. „Sie können sich schon frühzeitig Gedanken über die Abläufe dort machen“, sagte Beelmann. Auch soll noch eine dritte Arbeitskraft hinzu kommen. Für den Kindergarten werden entsprechend zwei Erzieherinnen gesucht.
„Der Fachkräftemangel spielt auch heute bei Erzieherinnen eine große Rolle“, sagte Bürgermeister Frye, „als der Kindergarten 1998 gebaut wurde, gab es noch über 100 Bewerbungen. Das ist heute nicht mehr so“.
Mit der vierten Kinderkrippe im Saterland sieht der Bürgermeister die Gemeinde gut aufgestellt. Rechne man die möglichen Betreuungen durch die 22 ausgebildeten Tagesmütter hinzu, belaufe sich das Betreuungsangebot für unter Dreijährige auf 170 Plätze.
Dieses entspreche bei aktuell 357 Kindern unter drei Jahren einer Quote von 47,6 Prozent. Damit übertreffe die Gemeinde die Forderung der Bundesregierung von 35 Prozent deutlich. Insgesamt verfügt die Gemeinde Saterland nach der Fertigstellung der vierten Kinderkrippe in Ramsloh über 60 Plätze. „Durch die Betreuung durch Tagesmütter haben die Eltern außerdem eine freie Auswahl, wo sie ihre Kinder betreuen lassen möchte“, sagte der Bürgermeister abschließend.
