Hude - Der Huder Bahnhof hat sich in den letzten Wochen wieder in eine Baustelle verwandelt. Aber auf der Baustelle geht es voran. Die Schallschutzwände stehen schon in Reih und Glied und auch die Erneuerung der Schienen zwischen Hude und Wüsting sind im vollen Gange.

Wie die NWZ  berichtete, werden die sieben Kilometer Schienenstrecke noch bis zum 29. Mai erneuert. Geleitet werden die Bauarbeiten von der Deutschen Bahn, wenn auch hauptsächlich die Verbindungen der Nordewest-Bahn betroffen sind. Sabine Brunkhorst, Pressesprecherin der Deutschen Bahn, bestätigte, dass die Bauarbeiten bisher reibungslos verlaufen sind. Alles wurde bislang innerhalb des Zeitplans erledigt und auch von Beschwerden von Anwohnern, weiß sie nichts. Stephanie Noelke, Pressesprecherin von der Nordwestbahn, sagte ebenfalls: „Bislang haben wir noch keine Infos von der Deutschen Bahn, dass die Bauarbeiten länger dauern.“

Von den Bauarbeiten an den Schienen ist besonders die Regio-S-Bahn (RS 3) betroffen: Der Zug um 13.42 Uhr ab Oldenburg in Richtung Hude fährt nicht. Bei dem Intercity um 13.34 Uhr ab Oldenburg entfällt der Stop in Hude.

Dadurch müssen Schüler der Graf-Anton-Günther-Schule aus Hude während der Bauarbeiten die RS 3 um 14.09 Uhr ab Oldenburg nehmen. „Bisher ist der Schülerzug aber unauffällig. Wir haben keine negativen Rückmeldungen erhalten“, erklärt Stephanie Noelke. „Voller ist es eher auf den Strecken zwischen Wilhelmshaven und Bremen, da hierbei die Verbindung zwischen Oldenburg und Bremen ausfallen“, erklärt sie.

Auch wenn die Bauarbeiten und der Ersatzverkehr reibungslos laufen, ein Ärgernis gibt es im Zusammenhang mit den Schallschutzwänden: Ein Anwohner berichtete der NWZ , dass die Schallschutzwände schon beschmiert worden sind.


Sabine Brunkhorst erklärte wie die Deutsche Bahn mit solchen Vorfällen umgeht: „Was für Jugendliche häufig nur der Kick ist, etwas Verbotenes zu tun, ist für die Deutsche Bahn und die Gerichte kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat: Sachbeschädigung durch Graffiti.“ Zudem würden sich die Täter in Lebensgefahr begeben, wenn sie sich im Gleisbereich bewegten. „Von uns werden immer wieder Graffiti entfernt, leider werden diese Flächen nach sehr kurzer Zeit wieder verunstaltet. Aus diesem Grunde wird von einer Entfernung an Lärmschutzwänden abgesehen“, erklärte Sabine Brunkhorst.