Busse im einsatz
Währendder Bauarbeiten
ersetzt die Deutsche Bahn alle Regional-Expresszüge zwischen Hude und Brake sowie in der Gegenrichtung. Ab Hude fahren Busse über Berne und Elsfleth bis nach Brake.Die Bahnübergänge
in Hude (Leckerhörne und ein Privatweg), zwischen Hude und Neuenkoop (Viehdrift und Neumühlenweg) und in Neuenkoop werden für den Straßenverkehr gesperrt.Informationen
zu den Fahrzeiten sind auf den Bahnhöfen und im Internet erhältlich.Die Schotterberge türmen sich meterhoch. Die Deutsche Bahn benötigt das Material für die Erneuerung der Gleise.
Von Yvonne Bachmann
Hude Inzwischen sind sie nicht mehr zu übersehen: Haushohe Schotterberge türmen sich seit kurzem entlang der Huder Bahngleise auf. Am Stöverskamp wird das Material so dicht an der Straße gelagert, dass die Bürger sich bereits so ihre Gedanken machen. Sie habe die Schotterhaufen mit Entsetzen wahrgenommen, sagt Ingrid Bornemann. „Darf sich die Bahn alles erlauben? Wird Hude jetzt noch mehr geteilt? Bekommen wir eine Berliner Mauer in Hude?“, wundert sie sich.
Auf Nachfrage der NWZ erklärte ein Pressesprecher der Deutschen Bahn, es handele sich um Schotter, der für die Erneuerung der Bahnschienen gebraucht werde. „Wir erneuern einseitig 5400 Meter Gleise zwischen Hude und Nordenham“, so der Sprecher der Bahn. Ein Teil des alten Schotters müsse im Zuge dessen entsorgt und durch neuen ersetzt werden. Der Schotter, der während der Bauarbeiten entfernt wird, soll jedoch sofort abtransportiert werden.
Was die Huder besonders verärgert, ist die Tatsache, dass die Zuständigen der Bahn keine ausreichenden Maßnahmen unternommen haben, um die Schotterberge am Stöverskamp zu sichern. In der Ratssitzung am Dienstag war die fehlende Absperrung bereits Thema, und auch Ingrid Bornemann sorgt sich um die Sicherheit der Einwohner. „Der Schotterdeich reicht schon in den öffentlichen Verkehrsbereich hinein. Ich mag gar nicht daran denken, wie spiellustige Kinder oder auch leichtsinnige Jugendliche auf die Idee kämen, das Ganze mal ins Rutschen zu bringen“, so die Huderin, die sich auch fragt, wer sich dafür verantwortlich fühlen wird, wenn jemand dabei zu Schaden kommen sollte. „Es gibt bestimmte Vorgaben. Wir werden unsere Fachleute informieren und uns das noch mal angucken“, versicherte der Pressesprecher der Deutschen Bahn.
Die Baumaßnahmen auf der Bahnstrecke, die an diesem Mittwoch begonnen haben, dauern vorerst bis zum 5. Mai an. Fortgesetzt werden sie vom 28. Mai bis zum 3. Juni.
Die Deutsche Bahn weist darauf hin, dass Baugeräusche trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte und Technologien teilweise auch nachts nicht zu vermeiden sind und bittet Anwohner um Verständnis für eventuelle Unannehmlichkeiten.
