Schortens - Endlich ist der lang ersehnte Zuwendungsbescheid über 1,5 Millionen Euro €vom Niedersächsischen Integrationsamt eingetroffen: Die seit fünf Jahren von der GPS – Gesellschaft für paritätische Sozialarbeit – geplante Wohnstätte Barkel für 26 Menschen mit Behinderung kann gebaut werden.
Die Idee hatte der Schortenser Verein „Lebensweisen“. Auf einem großen Gelände am Rand des Barkeler Busch sollen behinderte Menschen die Möglichkeit bekommen, ein ruhiges, selbstbestimmtes Leben zu führen. Wer möchte, kann im Gartenbau arbeiten. Andere besuchen die Werkstatt Jever.
Seit 2009 arbeiten die Lebensweisen und die GPS gemeinsam an der Umsetzung von „Arbeiten und Wohnen am Barkeler Busch“. Bereits 2011 wurde dort ein Werkstattgebäude in Betrieb genommen, seitdem wird dort in Gartenbau und Landschaftspflege gearbeitet.
Mit der Wohnstätte dauerte es etwas länger. Das Architekturbüro Juilfs aus Oldenburg legte 2009 einen Entwurf vor. Im zweigeschossigen Gebäude können 26 Erwachsene mit geistigen und mehrfachen Behinderungen in Einzelzimmern wohnen. Für etwa zwei Drittel der künftigen Bewohner stehen Rollstuhl-geeignete Zimmer zur Verfügung. Großzügige Küchen und Gemeinschaftsräume ermöglichen das Zusammenleben als Wohngemeinschaften.
Mit dem Verein Lebensweisen hat die GPS 2010 einen Kooperationsvertrag geschlossen. Darin ist für die Wohnstätte verabredet, dass der Verein sich um die Gestaltung von abwechslungsreichen Freizeitangeboten für die Bewohner kümmert.
Jetzt kann der erste Spatenstich in den Blick genommen werden. Für GPS-Geschäftsführer Jürgen Hoffmann ist die Finanzierung des 2,3 Millionen Euro €umfassenden Projekts jetzt gesichert. Er hat das Architekturbüro Juilfs beauftragt, die nötigen Ausschreibungen vorzubereiten und die Planungen zu vervollständigen. „Wenn alles gut geht, beginnen wir im Herbst mit dem Bau“, so Hoffmann.
Petra Mingo, stellvertretende Geschäftsführerin, leitet bei der GPS den Bereich Wohnen. Sie wird die Bauphase begleiten und den Kontakt mit interessierten Bewohnern und ihren Angehörigen pflegen. Organisatorisch wird die Wohnstätte Barkel zum Wohnverbund Friesland Nord der GPS gehören, den Markus Haarmann leitet. „Ich rechne damit, dass die ersten Bewohner im Herbst 2015 einziehen werden“, sagt Petra Mingo optimistisch.
