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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Landtage Nord In Wüsting: Bauern brauchen verlässlichen Rahmen

23.08.2014

Wüsting Die Landwirte seien angesichts der Diskussion um das Tierwohl zu Veränderungen bereit. Doch sie seien auf einen gesellschaftlichen Konsens angewiesen, der verlässliche Rahmenbedingungen für die weitere Zukunft ermögliche. Das betonte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK/Oldenburg), Arendt Meyer zu Wehdel, am Freitag in seiner Festrede zur Eröffnung der Agrarschau Landtage Nord in Wüsting (Kreis Oldenburg).

Kunden der Landwirte seien ja in den meisten Fällen nicht direkt die Verbraucher, sondern Verarbeitung und Lebensmittelhandel. Diese müssten in eine gemeinsame Strategie rund um das Tierwohl mit einbezogen werden. Die Landwirte könnten den Aufwand „nicht allein schultern, das geht nur als Gemeinschafstaufgabe“, sagte Meyer zu Wehdel vor mehreren Hundert Gästen auf dem Messegelände am Hof Urban.

Nicht überdrehen

Der Kammerpräsident verwies auf einen offenbar erfolgreichen Ansatz aus den Niederlanden, bei dem der Handel mit den Produzenten Vorgaben für das Tierwohl ausarbeitet. „Und der bezahlt das dann auch“, sagte Meyer zu Wehdel. Hierzulande aber würden vielerlei Forderungen aufgestellt in der Ungewissheit, ob das nach deren Umsetzung auch marktfähig sei.

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Klar sei, dass auch bei einem gemeinsamen Vorgehen die Ergebnisse am „Ende der einen oder anderen Organisation nie reichen werden“. Dies müsse man dann „aushalten“. Wichtig seien Schritte nach vorn, nicht aber ein schnelles „Überdrehen“. Die landwirtschaftlichen Betriebe bräuchten Verlässlichkeit und eine konstruktive Stimmung zum Investieren.

Die Landtage Nord, organisiert von einem Team um das Ehepaar Helmut Urban und Ute Thümler, finden bereits zum 11. Mal statt. Mehr als 600 Aussteller bieten ein breites Programm rund um Agrartechnik, Leben auf dem Lande sowie Freizeit. Bis zu 70 000 Gäste werden bis Montagabend erwartet.

Der Auftakt am Freitag war verheißungsvoll: Zu den „Wirtschaftsgesprächen“ zur Eröffnung der Messe war das Festzelt nochmals stärker gefüllt als zuvor. „Ich bin begeistert“, freute sich Urban. Keine Probleme gab es angesichts riesiger Parkflächen bei der Anreise Tausender Besucher, darunter – wegen der Sommerferien – viele mit Kindern.

In den „Wirtschaftsgesprächen“ zeichneten die Vorstände Dr. Thomas Bretzger (Oldenburgische Landesbank), Harald Tölle (Landessparkasse zu Oldenburg) und Peter Kuhlmann-Warning (Volksbank Dammer Berge) ein positives Bild der Landwirtschaft der Region. Es verdiene „Respekt“, in welchem Maße aus den einst kleineren bäuerlichen Betrieben stattliche Unternehmen mit sehr professionellem Management geworden seien, sagte Tölle. Es gebe nur sehr wenige Ausfälle.

Höhere Investitionen

Teil der Entwicklung sei, dass immer höhere Investitionen in die immer teurere Ausrüstung nötig seien, erläuterte Bretzger. Für die Banker bedeute das letztlich: „Wir müsse besser verstehen, was die Landwirte machen“.

Einig war man sich, dass die Zusammenarbeit mittlerweile zu stark von regulatorischen Vorgaben durch Gesetze und Aufsicht geprägt ist und der Aufwand für Dokumentationspflichten riesig geworden sei. Zugleich könne aber manches System objektiv helfen, „gute Unternehmen zu identifizieren und zu begleiten“, sagte Tölle.

Für die Kreditvergabe an Landwirte sei entscheidend, dass ihre Betriebe „zukunftsfähig“ seien, sagte Kuhlmann-Warning. Es müsse deutlich werden, „wo man hin will“. Problematisch sei allerdings, dass die niedersächsische Agrarpolitik zurzeit eher „die fördern will, die bei uns als nicht zukunftsfähig eingeschätzt werden. Das sollte anders sein.“ Der Tierschutz sei aber „wichtig“, betonte er.


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