Hannover - Niedersachsens Bauern stehen vor einer regelrechten Kostenlawine. Das Landvolk schlägt bereits Alarm. Der Grund: Im geplanten Wassergesetz fordert das Umweltministerium beispielsweise von großen Milchviehbetrieben in Zukunft dichte, ortsfeste Lagerstätten für Silage. Das Gleiche gilt für Gärreste von Biogasanlagen oder für Geflügelhalter mit Geflügelmist und Hühnertrockenkot. Es soll kein Eintrag ins Wasser erfolgen.

„Überdimensioniert“ nennt Hartmut Schlepps vom Landvolk solche Pläne. Die notwendigen Ausgaben für Lagerstätten aus Beton würden viele Betriebe „wirtschaftlich überfordern“, befürchtet Schlepps. Experten schätzen die Kosten je nach Betriebsgröße auf 50 000 bis 250 000 Euro. Wiard Siebels (SPD) fordert im Gespräch mit der NWZ „sinnvolle Übergänge“.