Berlin - Die deutschen Milchbauern können wegen der dramatischen Preiskrise auf staatliche Unterstützung in Millionenhöhe hoffen. Vor einem „Milchgipfel“ bei Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) an diesem Montag zeichnete sich ein Hilfspaket ab, damit Betriebe finanzielle Engpässe überbrücken können. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die deutschen Bauern zu retten“, erklärte Schmidt am Sonntag im Gespräch mit unserer Berliner Redaktion. Geplant sei ein Hilfspaket von mindestens 100 Millionen Euro.
Schweinehalter spürten ebenfalls eine Preiskrise. Der „Bild“-Zeitung sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied: „Wir brauchen neue verbindliche Absprachen zwischen Bauern, Molkereien und dem Handel.“ Eine vom Discounter Lidl ins Gespräch gebrachte Sondersteuer für Milch lehnt die Union ab. An erster Stelle müssten die Marktbeteiligten handeln.
Der Lebensmittelhandel reagierte auf die Schuldzuweisungen: „Der Handel allein ist nicht in der Lage, für Auszahlungspreise zu sorgen, die für Milchbauern auskömmlich sind“, sagte ein Verbandssprecher. Die deutsche Milchwirtschaft sei „mittlerweile viel zu stark vom Weltmarkt und seinen Turbulenzen abhängig“.
