Hannover - In Niedersachsen liegt die Umwandlung von Natur- und Ackerflächen in Siedlungs- oder Verkehrsfläche weiter auf hohem Niveau. Der sogenannte Flächenverbrauch lag 2012 bei 9,9 Hektar pro Tag, teilte der Landesbauernverband am Donnerstag mit. Das entspreche einer Fläche von zehn Fußballfeldern. Das Land ist bei Industrieunternehmen, Naturschutzvertretern und Bevölkerung für die verschiedensten Zwecke begehrt.

Der Verband kritisierte diesen Wert als zu hoch. „Jede Woche geht der Landwirtschaft damit die Fläche eines durchschnittlichen Betriebes verloren“, betonte Umweltreferent Hartmut Schlepps. Jährlich würden so 52 Höfe ihre Wirtschaftsgrundlage verlieren: „Das ist eindeutig zu viel!“

Laut Landesbetrieb für Statistik Niedersachsen (LSKN) ist der Flächenverbrauch in Niedersachsen im Vergleich zu 2007 damit weitgehend konstant geblieben. Bundesweit waren es 2012 insgesamt 69,5 Hektar pro Tag (2007: 96,2), die für den Anbau von Getreide, Zuckerrüben oder andere landwirtschaftliche Produkte nicht mehr zur Verfügung standen. Ende 2012 wurden etwa 13,8 Prozent der gesamten Fläche Niedersachsens als Siedlungs- und Verkehrsfläche ausgewiesen.