Edewechterdamm/Altenoythe - Schwarz liegt sie vor dem Autofahrer. Schwarz, gerade, richtig breit und ohne optische Begrenzung: die Landesstraße 831 von Edewechterdamm in Richtung Altenoythe. Im vergangenen Jahr war die Straße im November auf einer Länge von 3,1 Kilometern umfangreich saniert worden. Lediglich die Fahrbahnmarkierung die fehlte noch, als die Baumaschinen und die Arbeiter wieder abrückten. Dann kam der Winter. Und der blieb lange. Dann kam der Frühling. Die seitliche und mittige Fahrbahnmarkierung fehlt aber immer noch – lang und schwarz liegt die Straße deshalb vor den Autofahrern. Die NWZ  hat nachgefragt, wann die Fahrbahnmarkierung nun aufgebracht werden soll.

„Es gibt Mängel in der Mittelnaht der Fahrbahn, deshalb wurde noch nicht markiert“, klärte nun Roland Ribinski, stellvertretender Leiter des Geschäftsbereichs Lingen der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf.

Schaut man genau hin, ist tatsächlich deutlich erkennbar, dass die Fahrbahnmitte rau ist und leichte Erhebungen zeigt. „Der Belag ist offenporig“, so Ribinski weiter. Das sei ein Baumangel. An der Mittelnaht sei zeitnah mit Schäden an der Fahrbahndecke zu rechnen. „Dieser Schaden an der Mittelnaht muss erst behoben werden, vorher kann nicht markiert werden.“ Noch in dieser Woche werde es zu dem Thema weitere Gespräche mit der damals zuständigen Baufirma geben.

Aber: „Die Randmarkierungen werden in den kommenden beiden Wochen durchgeführt“, sagt Roland Ribinski zu. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit: Bei starken Regenfällen beispielsweise könnten die Arbeiten nicht durchgeführt werden. Zu einer Vollsperrung der Altenoyther Straße werde es dann nicht kommen, auf Verkehrsbehinderungen sollten sich die Autofahrer aber einstellen. Wann dann der weiße Mittelstreifen aufgebracht werden kann, steht noch nicht fest.

600 000 Euro hatten die Sanierungsarbeiten im November insgesamt gekostet. Die Kosten für die Markierungsarbeiten seien dabei bereits berücksichtigt, so Klaus Haberland, der Lingener Geschäftsbereichsleiter.

Unter der neuen Asphaltdecke wurde bei den Bauarbeiten noch eine zusätzliche Glasfaserschicht eingezogen, die dafür sorgt, dass der Verkehr leiser über die Straße rollt. Unverbundene Betonplatten unter dem Asphalt hatten zuvor dafür gesorgt, dass die Anlieger der Landesstraße Lärmbelästigungen hinnehmen mussten. Zehn bis 15 Jahre soll die neue Fahrbahndecke halten – vorausgesetzt, der Bauschaden an der Mittelnaht wird behoben.

Anja Biewald
Anja Biewald Redaktion Oldenburg