Wildeshausen - „Wir sind richtig positiv überrascht, wie viel los ist“, sagte Dieter Brüggmann, Präsident des Rotary-Clubs Wildeshausen. Denn am Sonntag kamen zahlreiche Schaulustige zum Baumgarten (Arboretum) am Südring in Wildeshausen. Zum Tag der offenen Tür hatte hier der Rotary-Club mit zahlreichen Aktionen eingeladen.
Unter anderem konnten sich die Besucher am Infomobil der Jägerschaft über Tierschutz informieren und Präparate von Wildvögeln und -tieren anschauen. Auch der Imkerverein Wildeshausen stellte sich vor. Ein Lehrpfad zur Honigbiene klärte über das Insekt auf. In einem Schaukasten ließ sich sogar ein Volk aus direkter Nähe gefahrlos hinter Glas beobachten.
Wenige Schritte weiter, mitten zwischen den Gräsern und Bäumen, saßen Malschüler des Mal- und Zeichenkurses der Volkshochschule Wildeshausen. Sie nutzten die Nähe zur Natur, um realistische Bilder von Flora und Fauna zu zeichnen. An verschiedenen Orten des Geländes war auch die Jagdhornbläsergruppe Wildeshausen unterwegs und gab kleine Kostproben ihres Könnens. Zudem bestand die Möglichkeit, sein Fahrrad bei einem Stand der Polizei codieren zu lassen. Das sei auch gut angenommen worden, teilte Polizist Carsten Grallert mit.
Eine Krangondel der Firma Hüffermann sorgte für einen guten Blick auf das bunte Treiben.
„Der Renner sind aber die Schulkinder“, so die Rotarier. Denn die Wildeshauser Grundschüler malten im Vorfeld im Kunstunterricht ihren Lieblingsbaum. Die eingesandten Bilder wurden dann vom Rotary-Club einlaminiert und zum Tag der offenen Tür im Baumgarten aufgehängt. Überall wehten die bunten Kunstwerke im Wind. Die Kinder konnten sich ihre Bilder abholen und bekamen dafür eine „Königskerzen“-Staude. Auch Hanna (9) und Johanna (9) von der Wallschule nahmen an der Aktion teil. Während Hanna einen Apfelbaum malte, zeichnete Johanna einen Fantasiebaum. Beide wollen nun ihre Staude, die bis zu zwei Meter groß werden kann, pflegen. „Dann wollen wir ein Foto machen, um es ins Internet stellen und eventuell einen Preis dafür zu bekommen“, erklärte Johanna.
Die beiden Mädchen nutzten aber auch die Gelegenheit, einen Habicht aus direkter Nähe zu erleben. Denn der Deutsche Falkenorden war mit zwei Gerfalken, einem Habicht und einem Rotnackenshahin vertreten. Auch ein drei Wochen altes Küken, einen weiteren Rotnackenshahin, konnten die Besucher beobachten. „Der ist richtig weich“, findet Johanna, als sie dem sechsjährigen Tier vorsichtig über die Brust streichelt.
„Wir sind hier vertreten, um das Interesse für den Greifvogel und dessen Schutz zu wecken“, sagte der erste Vorsitzende der Gruppe Niedersachsen/Bremen, Ulf Voß.
