Ganderkesee - Ein Radfahrer passt gerade noch durch – die Mutter mit Kinderwagen indes muss sich schon Mühe geben, um mit dem linken Reifenpaar nicht am Gartenzaun entlang zu schrammen. Keine Frage: Der Geh- und Radweg westlich der Urneburger Straße ist zwischen den Einmündungen Wittekindstraße und Schlattenweg stellenweise so schmal, dass Begegnungsverkehr unmöglich ist. Deutlich unter ein Meter breit ist der Weg hinter den alten Straßenbäumen, die den Geh- und Radweg auf diesem Abschnitt in zwei Hälften spalten.
Die Engstellen hinter den Bäumen sind das eine Problem. Hinzu kommt, dass sich die Wurzeln der Bäume an die Oberfläche gearbeitet haben. Anwohner Eckhard Eifler spricht von „Stolperfallen“.
Die einzige Gefahrenstelle, die Kindern auf dem Weg zur Schule zum Verhängnis werden könnte, ist der schmale Geh- und Radweg im Ortskern aus Eiflers Sicht jedoch keineswegs. Da wäre gleich um die Ecke noch das Teilstück der Wittekindstraße zwischen Urneburger und Grüppenbührener Straße. Dieses werde täglich von zahlreichen Schülern aus der sogenannten Vogelsiedlung befahren und begangen, weiß Eifler.
Während schwächere Verkehrsteilnehmer auf der Friedhofsseite immerhin einen unbefestigten Fußweg nutzen können, fehlen Nebenanlagen auf der gegenüberliegenden Seite gänzlich. „Hier wäre eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eine mögliche Sofortmaßnahme“, schlägt Eifler vor. Zum Vergleich zieht er das südwestliche Ende des Riedenwegs heran, wo die maximal zulässige Geschwindigkeit trotz mäßigen Schülerverkehrs 10 km/h beträgt.
Für „höchst gefährlich“ hält Eifler für Radfahrer ferner den Einmündungsbereich der Raiffeisenstraße in die Grüppenbührener Straße. Radfahrer, die aus der Raiffeisenstraße kommend nach links auf die Grüppenbührener Straße (ortsauswärts) einbiegen möchten, geraten in die Spur ebenfalls abbiegender Fahrzeuge, wenn sie ihr Fahrrad nicht über die Bordsteinkante heben möchten. Die Absenkung befindet sich nicht gegenüber dem Radweg, sondern in der Mitte des Kreuzungsbereichs. Der Orts- und Heimatverein Ganderkesee hat laut Eckhard Eifler bereits vor Jahren auf diese Problematik hingewiesen.
Und noch einen Punkt merkt Eifler in puncto Schulwegsicherheit an: Am neuen Bürgersteig entlang der Wittekindstraße zwischen Grüppenbührener Straße und ehemaligem Bahnhof fehle jeglicher Hinweis, welche Verkehrsteilnehmer – Fußgänger oder auch Radfahrer – die Nebenanlage nutzen dürfen.
