Friesoythe - An der Spreestraße in Friesoythe sollen wie bereits berichtet Unterkünfte entstehen, die Platz für 48 Flüchtlinge bieten werden. An diesem Donnerstag rücken die Bagger an, um mit den Erdarbeiten zu beginnen. Noch dieses Jahr könnten die ersten Bewohner einziehen.

Bei dem Bauprojekt handelt es sich um drei Doppelbungalows. Jeder Bungalow ist 130 Quadratmeter groß und verfügt über vier jeweils 16 Quadratmeter große Doppelzimmer, zwei Bäder und einen großen Gemeinschaftsraum mit Küche.

Entwickelt wurden die Häuser von dem Unternehmen Fritz Kathe Holzbau in Vechta in enger Abstimmung mit dem Caritas-Sozialwerk Friesoythe. „Gemeinsam haben wir ein Konzept erarbeitet, dass wirtschaftlich ist, gleichzeitig aber auch genügend Platz bietet“, sagte Franziska Kathe vom Vechtaer Holzbauunternehmen im NWZ -Gespräch. Dabei habe man besonders die Unterbringung von Familien im Fokus gehabt, die auf diese Weise besser untergebracht werden könnten als in großen Sammelunterkünften, so Kathe. Durch die Aufteilung in mehrere separate Wohneinheiten könne man auch Flüchtlinge unterschiedlicher Sprache, Herkunft und Religion voneinander trennen, um mögliche Konflikte zu vermeiden. In Vechta steht bereits solch eine Anlage und da habe sich das Prinzip bewährt. Noch ein Vorteil des Wohnmodells: Falls die Bungalows später einmal nicht mehr gebraucht oder an anderer Stelle eine Verwendung finden sollten, können die in Holzrahmenbauweise erstellten Häuser leicht wieder abgebaut und woanders wieder aufgebaut werden.

Die Bungalowanlage an der Spreestraße wird wie die Unterkunft am Pehmertanger Weg vom Caritas-Sozialwerk betrieben. Dieses wird auch Eigentümer des neuen Wohnheimes. Das Grundstück stellt die Stadt zur Verfügung.