Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Wirtschaft Baustoffzentrum ad acta gelegt

Ahlhorn - Das Baustoffzentrum auf dem Gelände des Metropolparks Hansalinie in Ahlhorn ist vom Tisch. Wie Geschäftsführer Dieter Stagnet der NWZ bestätigte, seien unternehmerische Gründe ausschlaggebend gewesen, die Pläne zu den Akten zu legen. Nähere Angaben wollte er dazu nicht machen.

Grundsätzlich ist ein Baustoffzentrum auf dem ehemaligen Fliegerhorst zulässig. Es passt in das Konzept des Logistik-, Industrie- und Gewerbeparks, wie es die Gemeinde Großenkneten selbst in ihren Bebauungsplänen festgeschrieben hat.

Die Pläne der Transport- und Baustoffhandelsgesellschaft mbH Lüderitz (TBL), einer Firma der Bunte-Gruppe, für das Baustoffzentrum sorgten insbesondere im Jahr 2015 für Diskussionen in Ahlhorn. Kritiker verwiesen auf die zusätzliche Verkehrsbelastung für den Ort. Von einem neuen Verkehrskonzept für Ahlhorn war die Rede, um ihn vor weiterem Schwerlastverkehr zu bewahren. Der Wunsch eines Autobahnschlusses von der A 1 auf die Visbeker Straße und damit auf das Gelände des Metropolparks ist weiter ein Wunsch der Gemeinde.

Viel Verkehr befürchtet

In dem Antrag des Unternehmens fanden sich die prognostizierten Verkehrsströme. Demnach gab es im Herbst 2014 täglich 32 Ein- und 33 Ausfahrten von PKW sowie 47 Ein- und 50 Ausfahrten von Lastwagen auf das Gelände des Metropolparks. In der Endausbaustufe des Baustoffzentrums im Jahr 2025 mit bis zu 500 000 Tonnen Durchsatzmenge liegen die Zahlen laut Prognose höher: bei täglich 89 Ein- und 90 Ausfahrten von PKW sowie bei 110 Ein- und 113 Ausfahrten von Lastwagen.

Ein Streitpunkt bei den Plänen der Metropolpark GmbH war der Umfang der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für das geplante Baustoffzentrum auf dem ehemaligen Fliegerhorst. Es geht um die Höhe der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, wenn dort neu gebaut wird.


Der Verlust an unversiegelter Fläche, Natur und Landschaft wird in Werteinheiten (WE) berechnet, ein ebenso alltägliches sowie kompliziertes Verfahren. Bei einem 307 Hektar großen Gewerbegelände, wie es der heutige Metro­polpark Hansalinie darstellt, geht es um mehrere Millionen Euro. Um die genaue Summe in einem Teilbereich wird weiterhin in einem Prozess vor dem Verwaltungsgericht Oldenburg gestritten. Der Metropolpark Hansalinie hat geklagt. Er zweifelt die Berechnungen von Landkreis und Landesforsten an.

Zwischenlager geplant

Aktuell werden für den Metropolpark neue Pläne verfolgt. Es geht um Abfälle (maximal 15 000 Tonnen pro Jahr), die im Straßenbau immer wieder anfallen und die die Firma Bunte in zwei ehemaligen Flugzeug-Hangars des Ahlhorner Metropolparks Hansalinie zwischenlagern will: „kohlenteerhaltige Bitumengemische“ sowie „Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten“. Das Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg hat dem Unternehmen nach der jüngsten öffentlichen Erörterung neue Hausaufgaben für ihr Konzept mit auf den Weg geben.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham