Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Stadtteil-Steckbrief Baustopp macht den Einwohnern Sorgen

Jens Milde

Esenshamm - Es gibt offensichtlich kein Thema, das die Esenshammer zurzeit so sehr bewegt wie der ins Stocken geratene Neubau der Wesermarsch-Klinik. Als Bürgermeister Hans Francksen am Montagabend in der Gaststätte Esenshammer Hof mit den Bewohnern über die Perspektiven des Dorfes im Stadtsüden diskutierte, äußerten mehrere der knapp 100 Teilnehmer ihre Sorge, dass vor den Toren des Ortsteils eine Bauruine zurückbleiben könnte.

Hans Francksen machte deutlich, dass er diese Gefahr nicht sieht: „Wir haben alle den Wunsch, dass die Klinik zu Ende gebaut wird.“ Für diese Aussage erntete er lautstarken Beifall. Die Esenshammer stehen hinter dem Krankenhaus-Projekt. Das wurde bei der Versammlung mehr als deutlich.

Hans Francksen und die städtische Mitarbeiterin Uschi Wilkens waren nach Esenshamm gekommen, um den Bewohnern den so genannten Steckbrief für den Ortsteil vorzustellen. Im Mittelpunkt dieses Steckbriefs steht eine demografische Hochrechnung. Danach muss der Ortsteil mit einer leicht rückläufigen Entwicklung der Einwohnerzahl rechnen. Sie liegt zurzeit bei 1068. Für 2025 werden 1000 Einwohner vorhergesagt.

Homogene Mischung

Die Bevölkerungsstruktur ist geprägt durch eine homogene Mischung unterschiedlicher Einkommens-, Alters- und Berufsgruppen. Dass die demografische Entwicklung in Esenshamm bereits sichtbare Spuren hinterlassen hat, zeigt die Schließung der Grundschule, in die in diesem Jahr eine Dialyse-Praxis eingezogen ist.

Esenshamm ist auf dem besten Weg, sich zu einem medizinischen Dienstleistungsstandort zu entwickeln, so die Prognose. Die Fertigstellung der neuen Wesermarsch-Klinik ist für 2014 geplant. Aber bleibt es bei dieser Planung? Wie die NWZ  berichtete, ist die Baustelle zurzeit auf Eis gelegt. Der Rhön-Konzern verhandelt mit der Hospital-Gesellschaft Jade-Weser, die das St.-Bernhard-Hospital in Brake betreibt, über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Hintergrund sind die hohen Defizite, die Rhön mit der Wesermarsch-Klinik fährt.


„Ich hoffe, dass alle Beteiligten gemeinsam mit der Politik eine Lösung finden“, sagte der Bürgermeister. Es gehe nicht darum, Schuldige zu suchen. Beide Häuser stehen unter einem gewissen Handlungsdruck. Hans Francksen machte sich noch einmal für den Standort des Klinik-Neubaus in Esenshamm stark. Argumente seien unter anderem die direkte Anbindung an die B 212 und an die künftige A 20. Der Bürgermeister ermunterte die Nordenhamer, das Klinik-Angebot in der Stadt auch zu nutzen. In dieser Hinsicht gebe es noch Nachholbedarf. In der Wesermarsch-Klinik und auch in Brake werde sehr gute Arbeit geleistet. Wenn er fertiggestellt ist, sei der Klinik-Neubau in Esenshamm eine hochmoderne Einrichtung vom Feinsten. Von einem Besucher der Versammlung kam der Hinweis, dass bei vielen Ärzten in Nordenham die Wesermarsch-Klinik nicht erste Wahl sei, wenn es darum gehe, Patienten zu überweisen.

Hans Francksen machte deutlich, dass ohne den Klinik-Neubau die Dialyse-Praxis nicht nach Esenshamm gekommen wäre. Außerdem hält er es für denkbar, dass sich im Zuge der Fertigstellung weitere Arztpraxen in Esenshamm ansiedeln.

Gute Perspektiven

Esenshamm ist historisch eng mit der Landwirtschaft verbunden. Im Zentrum befindet sich eine Gaststätte mit Saalbetrieb, eine Genossenschaftsbank, am Ortsrand ein Kiosk und ein Busunternehmen. In Havendorf gibt es zudem ein Gewerbegebiet für Handwerks-, Logistik- und kleinere Produktionsbetriebe mit direkter Anbindung an die B 212. Hans Francksen geht davon aus, dass dieses Gewerbegebiet mit Blick auf die künftige A-20-Trasse gute Perspektiven hat. Die Stadt rechnet sogar mit der Möglichkeit einer Erweiterung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stadland.

Esenshamm - Es gibt offensichtlich kein Thema, das die Esenshammer zurzeit so sehr bewegt wie der ins Stocken geratene Neubau der Wesermarsch-Klinik. Als Bürgermeister Hans Francksen am Montagabend in der Gaststätte Esenshammer Hof mit den Bewohnern über die Perspektiven des Dorfes im Stadtsüden diskutierte, äußerten mehrere der knapp 100 Teilnehmer ihre Sorge, dass vor den Toren des Ortsteils eine Bauruine zurückbleiben könnte.

Hans Francksen machte deutlich, dass er diese Gefahr nicht sieht: „Wir haben alle den Wunsch, dass die Klinik zu Ende gebaut wird.“ Für diese Aussage erntete er lautstarken Beifall. Die Esenshammer stehen hinter dem Krankenhaus-Projekt. Das wurde bei der Versammlung mehr als deutlich.

Hans Francksen und die städtische Mitarbeiterin Uschi Wilkens waren nach Esenshamm gekommen, um den Bewohnern den so genannten Steckbrief für den Ortsteil vorzustellen. Im Mittelpunkt dieses Steckbriefs steht eine demografische Hochrechnung. Danach muss der Ortsteil mit einer leicht rückläufigen Entwicklung der Einwohnerzahl rechnen. Sie liegt zurzeit bei 1068. Für 2025 werden 1000 Einwohner vorhergesagt.

Homogene Mischung

Die Bevölkerungsstruktur ist geprägt durch eine homogene Mischung unterschiedlicher Einkommens-, Alters- und Berufsgruppen. Dass die demografische Entwicklung in Esenshamm bereits sichtbare Spuren hinterlassen hat, zeigt die Schließung der Grundschule, in die in diesem Jahr eine Dialyse-Praxis eingezogen ist.

Esenshamm ist auf dem besten Weg, sich zu einem medizinischen Dienstleistungsstandort zu entwickeln, so die Prognose. Die Fertigstellung der neuen Wesermarsch-Klinik ist für 2014 geplant. Aber bleibt es bei dieser Planung? Wie die NWZ  berichtete, ist die Baustelle zurzeit auf Eis gelegt. Der Rhön-Konzern verhandelt mit der Hospital-Gesellschaft Jade-Weser, die das St.-Bernhard-Hospital in Brake betreibt, über Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Hintergrund sind die hohen Defizite, die Rhön mit der Wesermarsch-Klinik fährt.

„Ich hoffe, dass alle Beteiligten gemeinsam mit der Politik eine Lösung finden“, sagte der Bürgermeister. Es gehe nicht darum, Schuldige zu suchen. Beide Häuser stehen unter einem gewissen Handlungsdruck. Hans Francksen machte sich noch einmal für den Standort des Klinik-Neubaus in Esenshamm stark. Argumente seien unter anderem die direkte Anbindung an die B 212 und an die künftige A 20. Der Bürgermeister ermunterte die Nordenhamer, das Klinik-Angebot in der Stadt auch zu nutzen. In dieser Hinsicht gebe es noch Nachholbedarf. In der Wesermarsch-Klinik und auch in Brake werde sehr gute Arbeit geleistet. Wenn er fertiggestellt ist, sei der Klinik-Neubau in Esenshamm eine hochmoderne Einrichtung vom Feinsten. Von einem Besucher der Versammlung kam der Hinweis, dass bei vielen Ärzten in Nordenham die Wesermarsch-Klinik nicht erste Wahl sei, wenn es darum gehe, Patienten zu überweisen.

Hans Francksen machte deutlich, dass ohne den Klinik-Neubau die Dialyse-Praxis nicht nach Esenshamm gekommen wäre. Außerdem hält er es für denkbar, dass sich im Zuge der Fertigstellung weitere Arztpraxen in Esenshamm ansiedeln.

Gute Perspektiven

Esenshamm ist historisch eng mit der Landwirtschaft verbunden. Im Zentrum befindet sich eine Gaststätte mit Saalbetrieb, eine Genossenschaftsbank, am Ortsrand ein Kiosk und ein Busunternehmen. In Havendorf gibt es zudem ein Gewerbegebiet für Handwerks-, Logistik- und kleinere Produktionsbetriebe mit direkter Anbindung an die B 212. Hans Francksen geht davon aus, dass dieses Gewerbegebiet mit Blick auf die künftige A-20-Trasse gute Perspektiven hat. Die Stadt rechnet sogar mit der Möglichkeit einer Erweiterung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Stadland.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme