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Seekabelwerke Bayer übernimmt bei NSW das Ruder

Nordenham - Die Norddeutschen Seekabelwerke (NSW) haben einen neuen Chef. Am Montag ist Dr. Günther Schöffner zum Geschäftsführer des Nordenhamer Traditionsunternehmens ernannt worden. Der gebürtige Ingolstädter tritt die Nachfolge von Rudolf Stahl an, der sich nach neunjähriger Tätigkeit von NSW verabschiedet. Rudolf Stahl verlässt die Seekabelwerke auf eigenen Wunsch und, wie er betont, „mit einem guten Gefühl“.

Günther Schöffner übernimmt von Rudolf Stahl auch die Aufgaben des Vorsitzenden der Geschäftsführung, zu der als zweites Mitglied weiterhin Thorsten Schwarz gehört.

„Operative Exzellenz“

Das Hauptaugenmerk des neuen NSW-Vormanns gilt der Weiterentwicklung und Perfektionierung der technischen und betrieblichen Abläufe. Rudolf Stahl bezeichnet dieses bis ins Detail aufeinander abzustimmende Miteinander aller Unternehmenssparten und -prozesse als „operative Exzellenz“. Besonders in dem noch vergleichsweise jungen Geschäftsbereich der Energieseekabelfertigung habe NSW noch einigen Spielraum, um die Effektivität zu verbessern.

Der ausgeschiedene Geschäftsführer macht kein Geheimnis daraus, dass er sich in dem Aufgabenfeld der operativen Feinjustierung nicht unbedingt zu Hause fühlt. Vor diesem Hintergrund sei die Entscheidung gereift, das Unternehmen zu verlassen und „etwas Neues anzufangen“. Was das sein wird, steht noch nicht fest. Während einer nicht genau festgelegten Übergangsphase bleibt der 53-Jährige, der aus Ocholt bei Westerstede stammt und in Oldenburg wohnt, als externer Berater für NSW tätig.

Rudolf Stahl war im Januar 2004 von Corning zu den Seekabelwerken gekommen und in die Geschäftsführung berufen worden. Den Vorsitz übernahm er im Juni 2009, als Dr. Valentin Jug in den Ruhestand ging.


Rudolf Stahl hat den Einstieg des Nordenhamer Traditionsunternehmens, das seit 2007 zu dem US-Konzern General Cable gehört, in die zukunftsweisende Energieseekabel-Branche eingeleitet. Diese Sparte hat mittlerweile einen Anteil von 60 Prozent am Gesamtumsatz. Rudolf Stahl sieht NSW „gut aufgestellt“. Daher verlasse er das Unternehmen mit einem guten Gefühl, auch wenn der Abschied mit „Herzschmerz“ verbunden sei.

Die neue Nummer eins bei NSW ist 42 Jahre alt, verheiratet und Vater einer Tochter. Günther Schöffner kennt sich in mehrfacher Hinsicht in der Energiebranche aus. Der Oberbayer hat in München Elektrotechnik studiert und in England einen Masterabschluss in Betriebswirtschaft erreicht.

Fast zehn Jahre war er bei der Siemens AG als Manager im Energiegeschäft beschäftigt. Es folgte eine Beratertätigkeit für verschiedene Industriebetriebe an. Im Sommer des vergangenen Jahres entschloss Günther Schöffner sich zur Rückkehr in die Energiebranche und kam auf diese Weise mit NSW in Kontakt.

Dreh- und Angelpunkt

Der Europa-Chef von General Cable, Emmanuel Sabonnadiere, betrachtet die Ernennung von Günther Schöffner als „eine konsequente Fortsetzung der Verpflichtung des Konzerns, das Seekabelgeschäft mit NSW als Dreh- und Angelpunkt weiter zu forcieren“. Er würdigt ausdrücklich die Verdienste von Rudolf Stahl bei der erfolgreichen Neuausrichtung des Unternehmens. Jetzt gelte es, das „hervorragende Leistungspotenzial“ weiter zu entfalten. Für die damit verbundenen Aufgaben sei der Geschäftsführer Günther Schöffner „die absolut richtige Person“.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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