BECKELN - Den nächsten Verfahrensschritt bei der Aufstellung des Bebauungsplans Nr. 8 „Gewerbegebiet Beckeln“ hat der Beckelner Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung genommen. Einstimmig wurde der Planentwurf beschlossen, den Maria Bröder vom Institut für Stadt- und Raumplanung in Bremen „instara“ vorgestellt hatte. Der B-Plan soll der in Beckeln ansässigen Düngemittelfirma Beckmann eine Betriebserweiterung ermöglichen.

Die Abwägungen der frühzeitigen Behördenbeteiligung und der frühzeitigen Bürgerbeteiligung hatte die Planerin in den Entwurf eingearbeitet. Die Planungskosten trägt allein die Beckmann Produktions GmbH.

Der gesamte Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst rund 4,5 Hektar, für die Betriebserweiterung werden aber nur 2,2 Hektar benötigt. „Diese Fläche ist als Zukunftsfläche für das Unternehmen gedacht und wird nicht sofort ganz verplant“, erläuterte Firmenchef Alfons Beckmann der NWZ nach der Sitzung. In einer ersten Baustufe werde erst einmal eine weitere Produktionshalle in einer Größe von 1800 Quadratmetern errichtet, um darin eine neue Düngemittel-Mischanlage unterzubringen. „Die alte Mischanlage kommt weg“, so Beckmann. Zugelassen wird eine Gebäudehöhe von 13 Metern. Für die geplanten Stahlsilos ist eine Überschreitung dieser Grenze bis zu fünf Metern erlaubt.

Mit der zusätzlichen Betriebsfläche erhofft sich Alfons Beckmann zudem, die verkehrliche Situation zu entzerren. Bisher blockierten häufiger Lkw die Landesstraße 341, weil sie warten mussten, bis andere Fahrzeuge mit dem Be- oder Entladen fertig waren und das Betriebsgelände verlassen hatten. Wird sich der Betrieb noch weiter vergrößern und damit mehr Verkehr verursachen, ist eine Erschließung südlich am Firmengelände vorbei und zurück über den Betriebshof möglich, berichtete Planerin Bröder.