BECKELN - Bis dahin führt Carsten Wittenberg den Milchkontrollverein Beckeln weiter. Er wurde zum Nachfolger von Alfred Gaumann gewählt.

Von Marén Bettmann

BECKELN - „Unsere Mitglieder werden immer weniger, auf Dauer würden wir diesen Verein nicht mehr halten können.“ Worte des Abschieds für den Milchkontrollverein Beckeln, der seit Jahren mit einem stetem Mitgliederschwund zu kämpfen hat, sprach gestern Vormittag dessen Vorsitzender Alfred Gaumann. Auf der Jahresversammlung in „Asendorf’s Bauerndiele“ in Beckeln sahen die Mitglieder, deren Zahl zurzeit bei zwölf liegt, keine andere Lösung und stimmten dem Zusammenschluss mit dem Milchkontrollverein Siedenburg (29 Mitgliedsbetriebe) im südlichen Landkreis Diepholz zu.

Die Vereinigung beider Vereine wird jedoch nicht mehr in diesem Jahr erfolgen. „Die Siedenburger hatte ihre Versammlung bereits im Januar, so dass sie erst im nächsten Jahr über den Zusammenschluss abstimmen können“, erklärte Heinrich Eidtmann, Milchleistungsoberprüfer beim Milchwirtschaftlichen Kontrollverband Mittelweser, dem 16 Kontrollvereine angeschlossen sind. In einem zweiten Schritt, so Eidtmann, wolle dann der neugegründete Milchkontrollverein Beckeln/Siedenburg sich mit dem bereits „fusionierten“ Kontrollverein Wietzen/Nienburg zusammenschließen.

Für Alfred Gaumann, der den Milchkontrollverein Beckeln seit 1989 (damals noch mit 34 Mitgliedsbetrieben) führte, war es ein Abschied in doppeltem Sinne. Der 65-Jährige aus Ortbrook schied aus seinem Amt aus, da er seinen Betrieb vollständig an seinen Sohn Gerhard abgegeben hat. Somit wählte die Versammlung seinen bisherigen Stellvertreter Carsten Wittenberg aus Klein Köhren zum neuen Vorsitzenden. Neuer Stellvertreter wurde Gerhard Gaumann. Dessen Vater Alfred wurde für seine jahrelangen Verdienste um den Verein zum Ehrenmitglied ernannt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung informierte Hans Holtorf, Geschäftsführer der Frischli-Milchwerke in Rehburg-Loccum, Abnehmerin der Milch aus Beckeln und Umgebung, über die aktuelle Lage auf dem Milchmarkt. Außerdem berichtete Kreisveterinär Dr. Jochen Vahrenhorst über den derzeitigen Stand der Tierseuchenbekämpfung.