BECKELN - Neue Gesichter im Seniorenpflegeheim „Haus Beckeln“: Gleich zwei personelle Neuerungen stellte Heimleiter Franz Gebker, Geschäftsführer der Pflegeheime Gebker GmbH mit Einrichtungen auch in der Gemeinde Hatten, bei einem Treffen mit Vertretern des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Harpstedt vor. Im November übernahm Irmgard Altscher die Pflegedienstleitung in dem Heim mit 22 Pflegeplätzen, wovon aktuell 14 belegt sind. Die 51-Jährige – zuvor Pflegedienstleiterin in Sandhatten – löste Klaus Gebker ab, der nach Kirchhatten wechselte.
Neu im Amt ist auch Edelhard Deepe (46), der sich als ehrenamtlicher Heimfürsprecher um Belange der Heimbewohner kümmert. Dem Vorschlag der Heimleitung war die Installation durch die Heimaufsicht beim Landkreis gefolgt. Aufgabe des Heimfürsprechers soll es in den nächsten zwei Jahren sein, die Interessen der Bewohner „in enger Zusammenarbeit mit Heimleitung und Pflegedienstleitung“ durchzusetzen, so Gebker.
Zuvor gab es dem Heimleiter zufolge in Beckeln einen Heimbeirat; nun wird auf die Ein-Personen-Lösung gesetzt, um die Bewohnerinteressen zu wahren. Angesichts der sehr geringen Größe des Heims genüge dies nach dem Gesetz. Der Heimfürsprecher solle engen Kontakt halten und bei Problemen die Belange der Bewohner vertreten. Denn sie seien „die schwächsten Glieder aufgrund mannigfacher Pflegebedürftigkeit“. Deepe kündigte Besuche und Gespräche mit Bewohnern und Angehörigen an, um zu „hören, was ihnen am Herzen liegt“. Ferner ist es im Hause möglich, eine Art „Kummerkasten“ zu nutzen und Kritik oder Vorschläge einzubringen. Dies Beschwerdemanagement gibt es seit zwei Jahren.
Gebker übernahm das Seniorenheim in Beckeln 1993. Seither gab es einige bauliche Maßnahmen, weitere sollen folgen. Beschäftigt sind derzeit 17 Teil- und Vollzeitkräfte: 2007 kam eine Altenpflegerin hinzu, die zweimal wöchentlich mit Senioren bastelt, spielt, Gymnastik macht. Auch ein Therapiehund gehört zum Angebot. Ziel ist nun, die Belegungszahl zu optimieren. Über gute Arbeit, wie Gebker betont: „Wir müssen uns da nicht verstecken.“
Der Seniorenbeirat wünscht sich ergänzend zum Heimangebot auch ehrenamtliches Engagement – etwa einen Besuchsdienst, um „mit Leben zu füllen“, wie 2. Vorsitzende Käte Horstmann sagte. Bei Gebker gerne gehört: „Wir sind drauf angewiesen.“
