Wildeshausen - Nur Vorschlaghammer, Zange und Meißel fehlten, um der „Abrissparty“ der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen den (lautstarken) Rahmen zu verleihen: Nach mehr als 30 Jahren trafen sich die Lebensretter am Wochenende zum letzten Mal in den alten Vereinsräumen am Kurbad. Im Zuge des Hallenbad-Abrisses muss auch der Gebäudekomplex weichen (die NWZ berichtete).
„Sogar die Heizungskörper sind zur unserer Party außer Betrieb“, erklärte Ortsgruppen-Vorsitzender Carsten Petermann. Zum Glück gab es noch Strom, um Getränke zu kühlen und die Musik „anzuwerfen“. Auch geheizt wurde elektrisch. Gut 20 Mitglieder der DLRG-Ortsgruppe hatten sich am Freibad eingefunden. Natürlich machte so manche Erinnerung die Runde. Diskutiert wurde aber auch über die Unterbringung im ehemaligen Kindergarten „Pusteblume“ oder den Neubau des Hallenbades.
Unter dem Strich hatte aber die Partylaune Vorrang. Da durften die ehrenamtlichen Mitglieder noch einmal ausgiebig mit dem Faserstift auf den Tapeten des erst vor zwei Jahren umgebauten Schulungsraumes malen. „Alles Dinge, die unsere Kinder zu Hause natürlich nicht dürfen. Hier kann sich heute einmal ausgetobt werden“, erklärte Petermann mit einem Augenzwinkern. Einen weiteren symbolträchtigen Akt gab es nach der Party. Die DLRG-Fahne am Vereinsheim holten Vorsitzender Petermann und der Technische Leiter Björn Barkemeyer ein letztes Mal von der Fahnenstange.
