Berlin - Die Karstadt-Belegschaft droht damit, Standort- und Beschäftigungsgarantien mit Streiks zu erzwingen. „Wenn wir nicht weiterkommen, müssen wir Aktionen vorbereiten. Die letzte Eskalationsstufe ist der Arbeitskampf“, erklärte Arno Peukes, Mitglied im Karstadt-Aufsichtsrat und „Verdi“-Verhandlungsführer in den Gesprächen mit der Konzernführung, gegenüber unserer Redaktion. „Wir warten auf ein verhandlungsfähiges Angebot. Bisher sind die Forderungen des Arbeitgebers für uns nicht akzeptabel.“ Das Management wolle einen Freibrief für möglichen weiteren Stellenabbau und auch weitere Standortschließungen.
28 Warenhäuser und sechs Sport-Häuser würden für Einsparmaßnahmen im Fokus stehen. „Für keines von ihnen soll es eine Bestands- und Beschäftigungsgarantie geben. Auch für die übrigen Häuser besteht prinzipiell kein Schutz“, erklärte der „Verdi“-Funktionär. „Wenn der Eigentümer über Vermietungen bessere Ergebnisse erzielen würde, kann er die Häuser einfach aufgeben.“
Vertreter von Karstadt-Führung und „Verdi“ verhandeln ab Donnerstag über das weitere Vorgehen bei der Sanierung des Konzerns.
