Wildeshausen - „Wir kennen das Problem. Bei uns wuchern die Sträucher schon lange auf die Straße. Würde wir es nicht selber beschneiden, könnte man hier gar nicht mehr langfahren.“ Mit Kopfschütteln spricht Christine Winziger, Anwohnerin der Spitzwegstraße, ihren Ärger aus.

Sie ist nur einige von etlichen Leserinnen und Lesern, die sich am Dienstag mit einem Echo auf den Artikel „Wildeshausen wuchert zu“ in der Redaktion der NWZ  meldeten.

„Oft sah ich unseren Spielplatz hier an der Dittmarstraße den Pflanzen ausgeliefert. Da wird auch viel zu selten etwas gemacht“, sagt Anwohnerin Bärbel Weiß, die auch an der Lilienthalstraße Probleme sieht: „Hier wachsen die Baumkronen teilweise auf die Straße. Der Bürgersteig ist ganz schlecht zu begehen.“ Hans-Hermann Kramer sieht Probleme mit Bewuchs an der Visbeker Straße.

„Für uns war der Bewuchs der Sträucher nicht mehr mit anzusehen. Wir sind dann selber zur Tat geschritten“, berichtet Uschi Korte (69). Zusammen mit ihren Nachbarn Christine Winziger (47) und Detlef Meyer (53) beschnitten Uschi und ihr Mann Walter Korte (72) die Sträucher an der Spitzwegstraße in Eigeninitiative. Schon seit 2001 kämpft Christine Winziger gegen Unkraut und Sträucher in ihrem Wohngebiet. „Ich hatte die Stadt mehrfach kontaktiert. Viel ist nicht passiert. Selbst nach einer Begehung durch den Lohmühlenweg hat sich nichts getan. Meine Mails und Schreiben an die Stadt haben sich über die Zeit dann doch sehr gestapelt“, sagt Christine Winziger.Stadtsprecher Hans Ufferfilge teilte am Mittwoch mit, dass das aktuelle Problem mit überwucherten Wegen der Stadt durchaus bewusst sei. Aufgrund des starken Pflanzenwachstums habe der Bauhof aber derzeit sehr viel zu tun. Die Stadtverwaltung könne derzeit nur um Verständnis bitten.

Heiner Elsen
Heiner Elsen Redaktion Münsterland