Von Jörg Schürmeyer
Frage:
Hinter der Milchwirtschaft liegt ein gutes Jahr. Rechnen Sie damit, dass sich diese gute Stimmung auch auf den Konvent der Weser-Ems-Union am Donnerstag überträgt?Zingel:
Nach mehreren schwierigen Jahren hat 2007 in der Tat eine freundliche Entwicklung genommen. Sowohl die Milchpreise als auch die Preise für Zuchttiere sind gestiegen. Deshalb gehen wir auch fest davon aus, dass der Zuspruch in diesem Jahr mindestens genauso gut sein wird wie im Vorjahr, als 4000 Besucher kamen. Doch auch unabhängig von der besseren wirtschaftlichen Situation hat sich der WEU-Konvent als Zuchtschau und Informationsbörse etabliert?Frage:
Woran machen sie das fest?Zingel:
Für die hohe Qualität sowohl des Konvents als auch der gezeigten Tiere spricht, dass wir schon in den vergangenen Jahren auch immer zahlreiche Besucher aus dem Ausland anlocken konnten. Damit rechnen wir auch in diesem Jahr. Die Weser-Ems-Union ist ein Markenzeichen.Frage:
Die Rückgänge bei den Exporten – immerhin mehr als 3000 im WEU-Gebiet im Vergleich zum Vorjahr – machen Ihnen also keine Sorgen?Zingel:Nein. Trotz des
Rückgangs bleibt Deutschland Exportweltmeister. Wir können uns dabei vor allem auf langfristige Faktoren wie den hohen Organisationsgrad und die gute Qualität – sowohl was die Leistungsfähigkeit der Tiere als auch die hygienischen Bedingungen angeht – stützen. Die Rückgänge resultieren aus einem geringerem Angebot, teilweise auch aufgrund der Blauzungenkrankheit, und hier hoffen wir durch die Impfung auf Besserung.Guten Zuspruch beim WEU-Konvent in Oldenburg erwartet Hartmut Zingel. Er ist Geschäftsführer der Züchtergenossenschaft.
