Ganderkesee - Das Multifunktionsgehäuse der Telekom an der Urneburger Straße ist offenbar auf dem besten Wege, zu einem Politikum zu werden. Seit Monaten warten Anwohner darauf, dass der graue Kasten wie von der Telekom angekündigt versetzt wird – zumal er eine Verkehrsgefährdung sei. Doch passiert sei bislang nichts, stellt Anwohner Olaf Ewald fest. Die NWZ  fragte jetzt nach.

Der 1,50 Meter hohe, 2 Meter breite und 50 Zentimeter tiefe Kasten war im November 2014 vor dem Haus Urneburger Str. 29 aufgestellt worden – in einer Reihe mit vier weiteren Verteilerkästen. Was die Anwohner monieren: Das „Riesenmonstrum“ (Anwohnerin Brigitte Ewald) stehe direkt neben der Ausfahrt des Ramsauer Weges. Autofahrern, die aus dem Ramsauer Weg auf die Urneburger Straße einbiegen wollen, sei nach rechts die Sicht versperrt. Telekom-Pressesprecherin Stefanie Halle wies seinerzeit darauf hin, dass der Standort mit der Gemeinde abgestimmt worden sei.

Im Mai 2015 machten sich die Ratsfrauen Cindy Klüner (CDU) und Christel Zießler (SPD) sowie die zuständige Fachdienstleiterin Sabine Finke vor Ort ein Bild. Ende Juli kam dann die aus Anwohnersicht „frohe Botschaft“ aus dem Rathaus: Die Telekom werde den Kasten auf eigene Kosten (im Gespräch waren 30 000 Euro) um ein paar Meter vor die Lärmschutzwand versetzen. Im Dezember 2015 erklärte Stefanie Halle auf Nachfrage, dass „im ersten Quartal 2016“ Nägel mit Köpfen gemacht würden.

Weil aber nichts passierte, „haben wir versucht, mit der Telekom in Kontakt zu kommen“, berichtet Sabine Finke. Allerdings hätten sich bei dem Unternehmen die Zuständigkeiten geändert. Sie habe schließlich die zuständige Person erreicht und sei gebeten worden, sich in dieser Angelegenheit in der kommenden Woche erneut zu melden. „Die Gemeinde ist da am Ball“, versicherte die Fachdienstleiterin.