Bookholzberg - Ganderkesees Naturschutzbund (Nabu) schafft in Bookholzberg Wohnraum. 150 „Appartements“ in 14 Ausführungen bietet er an – allerdings nicht für Menschen, sondern für Zaunkönig, Kleiber, Schwalbe & Co. Zum Start des Vorhabens (Titel: „Bühne frei für die Vogelwelt“) kamen am Donnerstag auch Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas und die Klasse 3a der Grundschule Bookholzberg auf das Gelände des Berufsförderungswerkes (BFW) an der Apfelallee 1.
Die Idee zu dem Vorhaben stammt von Hartmut Köster aus Bookholzberg, der jüngst dem Nabu Ganderkesee beigetreten war. Bei der Verwirklichung halfen die Bingo/Umweltlotterie – mit einem Zuschuss von 3500 Euro – und die Geschäftsführung des Berufsförderungswerks, die das Anbringen der Nisthilfen und Fledermaushöhlen auf dem 12 Hektar großen BFW-Gelände genehmigte.
Zum Auftakt des Projektes veranstaltete Fingerhut ein Ratespiel mit den Kindern: Er stellte die 14 verschiedenen „Bautypen“ vor – und fragte, für welche Vogelarten sie denn wohl gedacht seien. „Schwalbe“, war sich der neunjährige Berend bei einem der Modelle sicher. Fingerhut nickte. „Aber welche?“ Nach längerem Schweigen kam die Antwort von der Bürgermeisterin: „Die Rauchschwalbe“ komme wohl in Frage.
Die 3a habe bereits in der Vergangenheit bei vogelkundlichen Projekten des Nabu mitgemacht, erklärte Sachkunde-Lehrerin Irmgard Benning das Wissen der Schüler. Am Donnerstag zeichneten die Drittklässler die einzelnen „Appartements“ ab, um sie später den jeweiligen Bewohnern zuzuordnen.
Teil des Nabu-Projektes sei auch ein Versuch, erklärte Fingerhut. Man wolle ergründen, ob ein grau-grünes Kugelnest vom Zaunkönig angenommen wird. Bei den Zaunkönigen „lässt das Weibchen ihren Mann fünf, sechs Nester bauen, sie entscheidet sich dann für eines davon. Wir hoffen, dass es das Kugelnest ist.“
Nach dem Anbringen würden die Vogelnisthilfen und Fledermaushöhlen vom Nabu betreut, kündigte Fingerhut an. Auch die 3a will wiederkommen – um zu gucken, wie der neue Wohnraum angenommen wird.
