Bremen/Oldenburg - Zum zweiten Mal wird an diesem Mittwoch im Prozess um den Zusammenbruch der Beluga-Reederei der Deutschland-Chef des amerikanischen Investitionsfonds Oaktree, Hermann Dambach, als Zeuge aussagen.

Der Manager hatte bereits vor einigen Wochen seine Sichtweise des Verfahrens dargelegt und den Ex-Reeder Niels Stolberg (Oldenburg) belastet. Damals hatte seine Aussage so lange gedauert, dass für Fragen der Verteidigung keine Zeit mehr blieb. Das soll jetzt nachgeholt werden.

Am Dienstag ging es vor dem Bremer Landgericht um komplizierte steuerrechtliche Fragen. In dem Verfahren sagte ein Zeuge aus, der sich mit fünf Millionen Euro an einem Beluga-Schiff beteiligt hatte und sich von Stolberg um seine Einlage betrogen sieht. Nach einer mehrstündigen Befragung blieben auch für das Gericht viele Fragen offen. Stolbergs Verteidiger kündigten an, mit einer gesonderten Erklärung zum Thema einige Sachverhalte schriftlich zu verdeutlichen.