Ganderkesee - Klimaschutzbeauftragter Lars Gremlowski ist sich sicher. „Der Bedarf an Energieberatung ist da.“ Das sei zum Beispiel 2013 bei der Aktion „Taten statt Warten“ deutlich geworden, als die angebotenen Gebäude-EnergieChecks „weg gingen wie warme Semmeln“. Ab dem 2. Dezember wird sich zeigen, ob Gremlowski mit seiner Einschätzung auch heute richtig liegt: Von da an bietet Diplom-Ingenieurin Ute Buchmann von der Verbraucherzentrale Niedersachsen an jedem ersten Dienstag im Monat im Rathaus Energieberatung an. Auch sie hat geförderte Gebäude-Energie-Checks im Gepäck.
„Mieter, private Hauseigentümer, Bauherren, Wohnungseigentümer“ – das sind die Zielgruppen bei der Beratung. Im Rathaus beantwortet Buchmann Fragen zu Wärmeschutz, Haustechnik und erneuerbaren Energien oder auch zum Stromverbrauch. Pro Beratung sind etwa 45 Minuten vorgesehen. Weil das Angebot durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert werde, „wird pro Gespräch nur eine Eigenbeteiligung von 5 Euro erhoben, für alle Leistungsempfänger ist das Angebot kostenlos“.
Die Ingenieurin ist in Sachen Energieberatung auch in Ganderkesees Umgebung unterwegs, etwa in Oldenburg, Lemwerder oder Delmenhorst. Welches Thema bei den Beratungen am häufigsten angesprochen wird? Das, so schildert Buchmann ihre Erfahrung, sei „der bauliche Wärmeschutz“. Meistens gehe es da um Fenster oder Wände von Altbauten.
Und Platz zwei im „Ranking“? Hier nennt Buchmann die „Fördermittel“ für Maßnahmen, die die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern. Die seien „ein großes Thema“ – wohl auch, weil sich da „ein richtiger Förder-Dschungel“ entwickelt habe.
Neben der Beratung im Rathaus bietet die Diplom-Ingenieurin vier verschiedene Checks an. Dabei kommt sie zum Verbraucher nach Hause und nimmt die Energiesituation mit ihm gemeinsam in Augenschein. Auch hier steuert das Ministerium eine Förderung bei – so dass Eigenanteile von 10 Euro (Basis-Check), 20 Euro (Gebäude-Check), 30 Euro (Brennwert-Check) oder 45 Euro (Detail-Check) zu zahlen sind.
