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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Landtechnik: Bereits 450 000 Mähdrescher geliefert

07.09.2013

Harsewinkel Schon Vater Franz war ein Tüftler, aber erst Sohn August machte aus der Leidenschaft ein Gewerbe: Vor 100 Jahren hat die westfälische Familie Claas begonnen, Maschinen für die Landwirtschaft zu entwickeln und zu bauen. Eines der ersten Geräte war ein Knoter, um Stroh leicht und zuverlässig zusammenzubinden. Der Durchbruch gelang August und seinen Brüdern in den 1930er Jahren mit der Entwicklung eines Mähdreschers.

11 Werke weltweit

Das Familienunternehmen Claas im ostwestfälischen Harsewinkel gehört zu den fünf größten Landmaschinenherstellern der Welt. 2012 erzielte Claas einen Umsatz von mehr als 3,4 Milliarden Euro. 233 Millionen Euro blieben als Überschuss. Weltweit arbeiten 9000 Menschen für das Unternehmen. Claas hat elf Werke in Deutschland, Frankreich, Ungarn, Russland, Indien und in den USA und bezeichnet sich selbst als europäischen Marktführer bei Mähdreschern.

Seitdem hat das Unternehmen rund 450 000 Stück gebaut, einen Umsatz von 3,4 Milliarden Euro und mehr als 9000 Beschäftigte. Und das Ende der Leiter ist damit noch nicht erreicht, sind Experten überzeugt.

Hintergrund der Prognose ist die wachsende Weltbevölkerung. Als Claas in den 1950er Jahren durchstartete, gab es 2,5 Milliarden Menschen auf der Welt. Heute sind es 7,2 Milliarden, 2050 sollen es 9,6 Milliarden sein, schätzen die Vereinten Nationen. „Um alle zu ernähren, muss die Produktion von Lebensmitteln bis dahin um etwa 70 Prozent wachsen“, sagt der Sprecher der Geschäftsführung von Claas, Theo Freye.

Zugleich wird die Anbaufläche immer kleiner. Nach Schätzungen gehen jede Minute 18 Hektar freie Flächen durch die Urbanisierung verloren. Der Bauernverband beklagt einen ungebremsten Flächenverbrauch auch in Deutschland. Täglich würden hier 90 Hektar zumeist landwirtschaftlicher Flächen für Siedlungs- und Verkehrsmaßnahmen in Anspruch genommen. Darum müssen immer effizientere Maschinen entwickelt werden.

„2012 hatte die Landtechnikbranche weltweit einen Umsatz von 91 Milliarden Euro“, sagt Christoph Götz, Experte beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). 2013 werden es wohl 96 Milliarden Euro werden, schätzt er.

Claas gehört zu den vier, fünf größten Landtechnik-Produzenten der Welt, hinter der US-Firma John Deere, der zu Fiat Industrial gehörenden CNH mit Sitz in den Niederlanden, AGCO („Fendt“) in den USA und wohl noch vor Same Deutz-Fahr in Italien.

Schwerpunkt-Märkte seien weiter die westlichen Länder, sagt Götz. Wachstumsmärkte sind aber vor allem Schwellenländer wie Indien oder China. Hier müssen sich die Hersteller auf lokale Bedürfnisse einstellen. So produziere Claas in Indien Reisdrescher.

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In den USA und Osteuropa werden für die endlosen Felder riesige Maschinen benötigt, die 100 Tonnen Weizen in einer Stunde ernten können. Größer können die Maschinen allerdings kaum noch werden, sie passen hier oft jetzt schon nicht mehr auf die Straßen. Also müssen sie leistungsfähiger werden.

Seit 1967 sind die Maschinen von Claas grün. Nein, nicht einfach grün, sondern „Saatengrün“. Die Farbe wurde von Claas entwickelt und ist geschützt. Grün ist auch die Farbe der Hoffnung, und so rechnet das Familienunternehmen in diesem Jahr erneut mit steigendem Umsatz.

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