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Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt
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Aktualisiert vor 11 Minuten.

In Mecklenburg-Vorpommern
Zwei Eurofighter der Bundeswehr abgestürzt

NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Insekten-Produktion in den Niederlanden

12.06.2019

Bergen Op Zoom Die Niederlande erwarten einen Boom bei der Produktion von Insekten als Tierfutter. Dies sei ein Beitrag zu einer nachhaltigen Produktion von Fisch, Fleisch und Eiern, sagte Landwirtschaftsministerin Carola Schouten am Dienstag in Bergen op Zoom. In der Stadt im Süden des Landes eröffnete König Willem-Alexander eine der modernsten Insektenfarmen Europas. In der Fabrik des Unternehmens Protix werden Insekten nach neuesten Verfahren als Eiweiß-Lieferanten für Tierfutter gezüchtet und verarbeitet.

Nach Angaben des Unternehmens ist es weltweit die erste Fabrik, in der in großem Stil Insekten – vor allem Larven der Soldatenfliege – gezüchtet und zugleich zu Tierfutter verarbeitet werden. In der Fabrik könnten Proteine produziert werden, um rund fünf Millionen Lachse ein Jahr lang zu ernähren. Genaue Zahlen über das Volumen der Produktion und Umsatz machte das Unternehmen aber nicht. Insekten wie Soldatenfliegen oder Mehlwürmer seien eine „vielversprechende alternative Quelle“ für Eiweiß, sagte Ministerin Schouten. „Durch Insekten kann der Import von Soja und Fischmehl reduziert und der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden.“ Zurzeit ist vor allem Soja eine preiswerte Proteinquelle.

Bislang ist in der EU die Verfütterung von toten Insekten nur in der Fischzucht und bei Haustieren gestattet. Erwartet wird aber, dass das Verbot für die Schweine- und Geflügelzucht in Kürze aufgehoben wird. Protix ist nach eigenen Angaben der weltweit größte Produzent von Insekten und exportiert auch nach Deutschland. Die neue Insektenfarm produziert nach Unternehmensangaben nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Pflanzliche Nahrungsmittelreste werden dabei als Futter für die Insekten wiederverwertet. Diese wiederum bilden dann einen eiweißreichen Grundstoff für Tierfutter. Protix-Mitgründer Tarique Arsiwalla erwartet deutliche Produktionszuwächse nach einer Aufhebung des Verfütterungs-Verbots in der EU. „Ich sehe für unseren Betrieb auch Chancen bei der Schweine- und Geflügelzucht in Deutschland“, sagte er.

Protix produziert Insekten und verarbeitet sie vorwiegend als Puder vor allem für die Fischzucht und Haustiere. Kunden würden umweltbewusster, sagte Arsiwalla. „Was ist nun natürlicher: Insekten oder Soja, das man vom anderen Ende der Welt einfliegt?“

Das Unternehmen züchtet auch lebende Insekten wie Würmer als Futter für Geflügel. Die sind vom EU-Verbot ausgenommen. „Hühner sind keine Vegetarier“, sagte der Unternehmer. In den Niederlanden gibt es zurzeit etwa 25 Betriebe, die Insekten züchten. Umsatzzahlen geben die Unternehmer aber nicht preis.

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