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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Arbeit: Hohe Lohnunterschiede bei Fachkräften

25.02.2020

Berlin Das Einkommen von Fachkräften in Deutschland ist sehr unterschiedlich – und in Berufen mit Fachkräftemangel verdienen die Beschäftigten oft nur unterdurchschnittlich. So liegt das Einkommen in mehreren Mangelberufen einige Hundert Euro unter dem mittleren Lohn aller Fachkräfte, wie aus einer Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht.

Das mittlere Einkommen für sozialversicherungspflichtig vollzeitbeschäftigte Fachkräfte betrug demnach zuletzt 3052 Euro brutto im Monat. Von den 52 Berufsgattungen, die laut einer BA-Analyse Engpässe bei Fachkräften haben, liegt das mittlere Entgelt 26 Berufsgruppen darunter.

Am wenigsten erhalten monatlich demnach Podologen (Fußpfleger). Ihr Bruttolohn betrug durchschnittlich 1826 Euro. 74,7 Prozent verdienen nur einen Niedriglohn, wobei der laut einer Definition unter einer Schwelle von 2203 Euro (im Jahr 2018) liegt.

Besonders niedrig ist der Lohn auch bei Berufen in der Fleischverarbeitung mit 2123 Euro brutto – und 54,4 Prozent Niedriglohnanteil. Unterdurchschnittlich vergütet sind zudem unter anderem Berufe in der Hörgeräteakustik mit 2346 Euro, in der Bodenverlegung mit 2410 Euro sowie Fachkräfte in der Überwachung und Wartung der Eisenbahninfrastruktur mit 2465 Euro. Bei Berufen in der Physiotherapie sind es 2376 Euro.

Und wo sind Fachkräfte knapp? Teils dort, wo wenig gezahlt wird: Laut der jüngsten Fachkräfteengpassanlyse der Bundesagentur für Arbeit zeigt sich Fachkräftemangel vor allem in Bauberufen, im Gesundheits- und Pflegebereich und in einigen technischen Berufsfeldern. In technischen Fachkräfte-Berufen liegt der mittlere Lohn allerdings oft bei mehr als 4000 Euro, bei Ärzten über 5000.

Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann, die die Anfrage gestellt hatte, zog aus den Zahlen den Schluss, dass der Fachkräftemangel in vielen Berufen hausgemacht sei. „In Berufen mit niedrigen Löhnen möchten offensichtlich zunehmend mehr Menschen nicht arbeiten“, sagte Zimmermann in Berlin. „Bei den Arbeitgebern muss endlich ein Umdenken stattfinden.“ Nur gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen sicherten Arbeits- und Fachkräfte. Die Bundesregierung sei unter anderem gefordert, die Tarifbindung zu stärken.

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