BERLIN - Die Reallöhne der Arbeitnehmer in Deutschland sind seit 2004 gesunken. Gründe sind höhere Sozialabgaben und Lohnsteuer. Das ermittelte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin). Eine solche Entwicklung habe es „in diesem Ausmaß nie zuvor in der Bundesrepublik gegeben“. Im Gegensatz zur Lohnentwicklung seien die Einkommen aus selbständiger Tätigkeit und Kapitalvermögen gestiegen. Auch die Beamten hätten relativ gut abgeschnitten. „Im internationalen Vergleich ist die Lohnentwicklung außerordentlich schwach“, sagte DIW-Experte Karl Brenke. Dabei hätten die verbesserten Qualifikationen „eigentlich einen Anstieg der Verdienste erwarten lassen“.
Eine Ursache der Entwicklung sei die geringere Verhandlungsmacht der Gewerkschaften, so das DIW.
