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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Arbeitsmarkt: Wie Unternehmen um Beschäftigte kämpfen

13.02.2020

Berlin Angesichts von Wohnungsnot und Fachkräftemangel werben Unternehmen einer Studie zufolge zunehmend mit Werkswohnungen um neue Mitarbeiter. Von einzelnen Fallbeispielen, auf die man zufällig stoße, sei man inzwischen weit entfernt, sagte Arnt von Bodelschwingh, Geschäftsführer des Forschungs- und Beratungsinstituts Regiokontext, in Berlin. „Wir merken einen starken Anstieg der Zahlen vor allem in den letzten zwei Jahren.“

Das Unternehmen hat einige in einer Studie für ein Verbändebündnis der Bau- und Wohnungswirtschaft untersucht und am Mittwoch vorgestellt. Allein im vergangenen Jahr habe Regiokontext schätzungsweise mindestens 60 neue Projekte in eine Datenbank aufgenommen. „Es gibt kaum ein Bundesland, in dem wir nicht auf irgendeine Berichterstattung zum Thema über konkrete Fallbeispiele gestoßen sind“, sagte von Bodelschwingh.

Prominente Beispiele sind etwa die Deutsche Bahn, die in München 74 Wohnungen für Mitarbeiter neu bauen lässt, oder der Flughafen München. Der treibt das Thema bereits seit einigen Jahren voran. Im Jahr 2018 wurde ein Objekt mit 46 möblierten Wohnungen eingeweiht, in dem vor allem neue Beschäftigte von außerhalb für bis zu zwei Jahre unterkommen können. Auch BASF und VW setzen auf Mitarbeiterwohnungen.

„Es gibt eine gewisse Orientierung hin zu den industriellen Schwerpunkten und Zen­tren“, sagte von Bodelschwingh, „da, wo große Arbeitgeber sitzen, dort wo ,Hidden Champions‘ sitzen, da finden wir das Thema verstärkt, aber es ist ein bundesweites Thema.“

Mehr als 15 Projekte zeige etwa die Datenbank für Bayern an. Auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gebe es zwischen zehn und 15 Beispiele. In Berlin wiederum seien inzwischen eine Handvoll Unternehmen bekannt, gar keine hingegen im Saarland sowie in Sachsen-Anhalt.

Doch vor allem auf dem Land können Werkswohnungen als Instrument dienen, junge Fachkräfte anzuziehen. Im ostwestfälischen Espelkamp entwickelt eine örtliche Aufbaugemeinschaft für Firmen entsprechende Projekte. In einer Umfrage im vergangenen Jahr bei unter 30-jährigen Beschäftigten, die dort arbeiten, aber woanders leben, gaben nur 14 Prozent an, sich einen Umzug nach Espelkamp vorstellen zu können. Der Anteil stieg auf 34 Prozent unter der Bedingung eines guten Wohnungsangebots. Zu den Ansprüchen gehöre allerdings auch „das Rundum-Sorglospaket“, sagte Kundenmanager Alexander Lang: Kostenloses WLAN etwa, oder die im Preis inbegriffene Reinigung mindestens des Treppenhauses.

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