• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Schweinepest: Hoffnungen auf chinesisches Einlenken

19.09.2020

Berlin /Bad Zwischenahn Lenken die chinesischen Veterinärbehörden nach dem Auftauchen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland doch noch ein? Auf mehreren Ebenen – mit Agrarexperten, mit Wirtschaftsvertretern und mit Veterinärfachleuten – gibt es momentan offenbar aussichtsreiche Gespräche mit der chinesischen Seite. Das Ziel: ein Regionalisierungsabkommen soll doch noch abgeschlossen werden.

Erster Fall vor 10 Tagen

Als vor zehn Tagen das erste infizierte Wildschwein in Schenkendöbern im Kreis Spree-Neiße (Brandenburg) gefunden wurde, ließen die geltenden Hygiene-Bestimmungen keinen Schweinefleischexport nach China und in einige andere Länder zu. Ein Regionalisierungsabkommen, das die Exportsperren im Seuchenfall nur auf bestimmte Regionen bezog, gilt nur innerhalb der EU, aber etwa auch nach Kanada.

Aber chinesische Kontrakte sind begehrt. Die Preise sind gut – oft über vier Euro/Kilo – und auch das sogenannte „fünfte Viertel“ vom Fett über die Schwänze, Ohren und Füße bis zur Schnauze ist dort begehrt. Im Moment wird es den Verarbeitungsbetrieben wie der Fleischmehlfabrik Kampe zugeführt. Und so fielen die Schlachtschweinenotierungen in der vorigen Woche von 1,47 auf 1,27 Euro/Kilo.

Aber nun sind die Chinesen offenbar bereit, ihre strikte ablehnende Haltung zu überdenken. Die Regionen, in denen Ausfuhrbeschränkungen gelten dürften, sollen großzügiger gefasst werden – Autobahn- oder Ländergrenzen statt 15-km-Gefährdungs-Bezirk – und es könnten strengere hygienische Regeln gelten. Zudem werden andere strittige Themen ins Paket genommen. Optimistisch stimmt die Tatsache, dass sich auch das Bundeskanzleramt in die Verhandlungen eingeschaltet hat.

Experte aus Ammerland

Führend auf deutscher Seite ist dabei Dr. Dietrich Rassow. Der einst in Bad Zwischenahn wohnende Veterinärexperte hat einen überragenden Ruf. Einst war er Abteilungsleiter bei der früheren Bezirksregierung in Oldenburg, kennt sich in der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) bestens auf. Vor zwei Jahren machte Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) ihn zum Chefveterinär in ihrem Ministerium. Rassow ist über die negativen wirtschaftlichen Folgen für die Schweineproduktion im Nordwesten durch die ASP bestens informiert.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.