Berlin/Bockhorn - Wenn es um seine Legehennen geht, lässt Rainer Duits seiner Kreativität gern einmal freien Lauf. So hat der Geflügelhalter vom Hof Onken in Bockhorn etwa mit seinem Hühnerzug für Aufsehen gesorgt. Der selbst entwickelte mobile Stall für rund 1000 Hennen wird auf einem 200 Meter langen Stück Schiene von einer ausrangierten Torflok gezogen. So haben die Hühner immer frisches Grün unter den Füßen.
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Für diese und andere Ideen ist Duits jetzt bei der „Nacht der Landwirtschaft“ in Berlin in der Kategorie „Geflügelhalter“ mit dem „Ceres Award“ ausgezeichnet worden. Der „Ceres Award“, benannt nach der römischen Göttin des Ackerbaus, gilt nach Angaben der Veranstalter als bedeutendster Preis für Landwirte im deutschsprachigen Raum. Der vom Fachmedium „agrarheute“ initiierte Preis wurde zum fünften Mal verliehen und soll Bauern würdigen, die Außergewöhnliches leisten und nachhaltig wirtschaften.
„Das Wohl der Legehennen steht für ihn ganz weit oben“, urteilte die Preis-Jury über Duits. „Um das zu erreichen, legt er auch selbst Hand an und lässt dabei seiner Kreativität freien Lauf.“ Zugleich folge er mit seiner Produktion der Vermarktung. „Er und sein Team sind robust und zukunftsfähig aufgestellt.“
Der Geflügelhof Onken verkaufte 1949 zum ersten Mal frische Eier auf dem Wochenmarkt in Bockhorn. Heute, fast 70 Jahre später, tragen vier Familien Verantwortung für 42 000 Legehennen. Zusammen mit rund 90 Mitarbeitern besuchen sie jede Woche 27 Wochenmärkte und liefern tagesfrische Eier.
Neben Duits hatten sich aus Niedersachsen auch Steffen Renken aus Friedeburg ebenfalls in der Kategorie Geflügelhalter sowie André Mahlstedt aus Stuhr in der Kategorie Milchviehhalter für die Finalrunde beim „Ceres Award“ qualifiziert. Jana Hansen aus Burgdorf siegte in der Kategorie „Geschäftsidee“. Aus den Reihen der zehn Kategoriesieger gewann der Österreicher Tobias Ilg den Titel „Landwirt des Jahres 2018“.
