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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Insolvenz: Chinesisches Gebot für Air Berlin

14.09.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-09-14T10:48:40Z

Insolvenz:
Chinesisches Gebot für Air Berlin

Berlin/BremenAir Berlin will nach den Turbulenzen der vergangenen Tage ab diesem Donnerstag wieder „normal“ fliegen. Doch die in Insolvenz befindliche Fluggesellschaft, für die kurzfristig ein Investor gesucht wird, bleibt Gesprächsthema.

So ist ein weiterer Interessent aufgetreten: Der Geschäftsführer der chinesischen Betreibergesellschaft des Flughafens Parchim, Jonathan Pang, bietet um die Fluggesellschaft Air Berlin mit. Der Rechtsanwalt Helmut Naujoks, der das Unternehmen in Deutschland vertritt, sagte, er dementiere einen entsprechenden Bericht der „Bild“ nicht. Weitere Erklärungen dazu wollte er jedoch nicht abgeben.

Darauf angesprochen sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), dass europäische Fluggesellschaften unter europäischer Eigentümerschaft und Kontrolle bleiben müssten. Die Angebote für Air Berlin müssen bis diesen Freitag um 14 Uhr beim Insolvenzverwalter eingereicht werden.

Unterdessen gilt: Nach chaotischen Tagen mit vielen Flugausfällen können sich Passagiere der Air Berlin an diesem Donnerstag wieder auf normalen Betrieb der insolventen Airline einstellen.

Am Dienstag und Mittwoch waren rund 200 Flüge ausgefallen, weil etliche Piloten sich krankgemeldet hatten. Auch in Bremen fielen Flüge aus. Aus Gewerkschaftskreisen hieß es, Hintergrund der Aktion seien die am Montag gescheiterten Verhandlungen über einen Sozialplan für die rund 8000 Beschäftigten.

Dann gab es eine Entwarnung nach einer Absichtserklärung des Managements, wonach in der kommenden Woche verhandelt werden soll. Für das Gros der Piloten war dies wohl der Grund, ihre Krankmeldung wieder zurückzuziehen. Crews kehrten an ihre Arbeitsplätze zurück.

Vorstandschef Thomas Winkelmann hatte an die Piloten appelliert: „Meldet Euch aus dem Off freiwillig zurück.“ Auch die Bundesregierung redete den Piloten ins Gewissen. „Es ist durchaus ein riskantes Manöver, was da von einigen Piloten ganz offensichtlich versucht wird“, kritisierte Verkehrsminister Dobrindt die Krankmeldungen. „Ich kann deshalb an alle nur appellieren, Vernunft wieder einkehren zu lassen.“ Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) warnte vor „Störfeuer“ – „von welchen Seiten auch immer“. Ziel sei es, „möglichst viel von den Werten von Air Berlin tatsächlich noch zu retten und gegebenenfalls zu verkaufen“.

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