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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Germania“ am Boden

06.02.2019

Berlin /Bremen /Münster Aus für Germania: Die Berliner Airline hat ihren Flugbetrieb eingestellt und einen Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind die Germania Fluggesellschaft GmbH und ihr Schwesterunternehmen für technische Dienstleistungen, die Germania Technik Brandenburg GmbH, sowie die Germania Flugdienste GmbH, wie das Unternehmen in der Nacht zu Dienstag mitteilte.

Nach den Worten von Germania-Geschäftsführer Karsten Balke war es nicht gelungen, Finanzierungsbemühungen zur Deckung eines kurzzeitigen Liquiditätsbedarfs erfolgreich zum Abschluss zu bringen. Er bedauerte die Auswirkungen des Schrittes für die Mitarbeiter, die ihr Bestes für einen zuverlässigen Flugbetrieb gegeben hätten. Die betroffenen Fluggäste bat Balke um Entschuldigung.

Die derzeitige Zahl der Beschäftigten bei der Germania Fluggesellschaft nannte das Unternehmen in der Mitteilung nicht. In einem Jahresabschluss-Bericht zum Geschäftsjahr 2016 waren 954 Mitarbeiter aufgeführt. Momentan sollen es mehr als 1000 sein.

Auf den deutschen Flughäfen bot sich am Dienstag ein unterschiedliches Bild. Stark betroffen war zum Beispiel der Flughafen Rostock-Laage. „Von den knapp 296 000 Passagieren im vergangenen Jahr flogen 46 Prozent mit Germania“, sagte Flughafen-Geschäftsführerin Dörthe Hausmann. Die Flughäfen Erfurt und Friedrichshafen sind ebenfalls stark betroffen.

Auch auf der Flughafen Bremen wirkt sich der Fall aus. „Die Insolvenz der Germania bedauern wir sehr“, sagte die Sprecherin des Bremer Flughafens, Andrea Hartmann, im Gespräch mit der NWZ. Germania sei ein starker und langer Partner gewesen, man habe bis zum Schluss darauf gehofft, ihn erhalten zu können.

Rund 300 000 Passagiere – und damit rund 14 Prozent der Passagiere, die im vergangenen Jahr von und nach Bremen befördert wurden – seien mit Germania geflogen. Die Fluggesellschaft hatte nach eigenen Angaben drei Maschinen und 99 Mitarbeiter in Bremen stationiert.

Die Auswirkungen der Insolvenz bekommt massiv auch der Airport Münster/Osnabrück (FMO) zu spüren, wo die geplante Verbindung von und nach Arrecife auf Lanzarote nun annulliert wurde. Wie das Unternehmen mitteilte, beförderte Germania im Jahr 2018 insgesamt 269 000 Fluggäste am Flughafen Münster/Osnabrück. Das entspreche einem Marktanteil von rund einem Viertel des dortigen Gesamtaufkommens. „Wir werden nun alles daran setzen, gemeinsam mit den touristischen Partnern schnellstmöglich das Touristikprogramm am FMO zu sichern“, sagte FMO-Geschäftsführer Rainer Schwarz am Dienstag.

Ellen Kranz Redakteurin / Regionalredaktion
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