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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Bahnfahrt nach Berlin circa 2 Euro teurer

05.10.2018

Berlin /Bremen /Oldenburg /Emden Die Bahn hat zum 9. Dezember eine Preiserhöhung angekündigt: Im Durchschnitt sollen die Tickets um 0,9 Prozent teurer werden. Der Standardpreis („Flexpreis“) im Fernverkehr (flexibel nutzbar, ohne Zugbindung) wird um 1,9 Prozent angehoben. Das würde beispielsweise bedeuten, dass ein Ticket von Oldenburg nach Berlin Hauptbahnhof (für bisher z.B. je nach Reisetag 100,50 Euro) um rund 2 Euro teurer würde, bei Abfahrt in Emden (bisher zum Beispiel 106 Euro) wäre es noch geringfügig mehr.

Ein Bahnsprecher betonte, man halte bei den „Flexpreisen“ an der „auslastungsabhängigen Preisgestaltung fest“. Das heißt: Man zahlt zum Beispiel für Oldenburg-Berlin per Flexpreis von Tag zu Tag unterschiedlich viel.

Wichtig für alle, die mittelfristige Reisepläne haben: Wer bis zum 8. Dezember bucht, fährt noch zu den alten Preisen. Tickets für den Winterfahrplan (ab 9. Dezember) können ab 16. Oktober gekauft werden.

NWZ-Kommentar zu Bahnpreiserhöhungen: Angemessener Anstieg

Mit den neuen Preisen werden Vielfahrer relativ stark zur Kasse gebeten: Für Streckenzeitkarten sowie die Bahncard 100 sind in Zukunft im Schnitt 2,9 Prozent mehr zu zahlen. Die Preise für Platzreservierungen sowie für die Rabattkarten Bahncard 25 und Bahncard 50 verändern sich dagegen nicht. Kräftig erhöht wird das Extra-Entgelt für den Kauf eines Tickets im Zug: von 12,50 Euro auf 19 Euro. „Pro Bahn“ nannte das bedenklich für einige ländliche Regionen, in denen es an Automaten nur Nahverkehrstickets gebe. Begrüßt wurden die zusätzlichen Verbindungen.

Im Detail des Fahrplans gibt es nämlich zahlreiche gute neue Zug-Verbindungen: Beispiel: Neu ist eine Eurocity-Verbindung von Berlin nach Breslau und Krakau in Polen. Oder: Künftig sind auf der Schnellfahrstrecke Berlin-München täglich in jede Richtung fünf statt drei Sprinterzüge mit Fahrzeit von weniger als vier Stunden unterwegs.

Gute Nachricht für Reisende aus dem Nordwesten Richtung Ruhrgebiet und Hamburg: Zwischen der Hansestadt und Köln werden mehr ICE statt Intercity eingesetzt, teilte ein Regionalsprecher der Bahn mit. Sie sollen sukzessive die älteren IC-Züge auf der Strecke ablösen. Passagiere aus dem Oldenburger Land oder Ostfriesland steigen üblicherweise in Bremen oder Osnabrück (bzw. auch Münster) zu oder aus.

Ebenfalls wichtig für die Region: Im Laufe der Fahrplanperiode geht 2019 auch die reaktivierte Strecke Bad Bentheim-Nordhorn-Neuenhaus an den Start.

Große Freude in Einbeck in Südniedersachsen: Die Stadt ist nach Jahrzehnten wieder per Bahn erreichbar. Nach einer Sanierung der 4,5 Kilometer langen Stichstrecke von Salzderhelden an der Hauptachse Hannover-Göttingen pendeln wieder Regionalzüge direkt in den Ort, in der Hauptverkehrszeit ab Göttingen. Vor 44 Jahren fuhr in Einbeck der letzte Personenzug.

Die Preiserhöhungen halten die Verbraucherzentralen angesichts „eklatanter Verspätungen“ im Fernverkehr für „nicht begründbar“. Die Bahn müsse erst einmal wieder bessere Qualität liefern, sagte die Verkehrsexpertin des Bundesverbands VZBV, Marion Jungbluth. Sie forderte das Unternehmen auf, das Tarifsystem einmal mehrere Jahre nicht anzutasten.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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