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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gerät reparieren statt neu kaufen

02.09.2017

Berlin Umweltverbände, Verbraucherschützer und Vertreter aus dem Handwerk haben die Elektronikbranche zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen aufgefordert. Anlässlich der IFA in Berlin (1. bis 6. September) kritisierte der „Runde Tisch Reparatur“, dass viele Hersteller die Auslieferung von Ersatzteilen verweigerten. „Sehr viele Verbraucher wollen kaputte Geräte reparieren, anstatt sie sofort auszutauschen“, sagte Sprecherin Christine Ax.

Zahlreiche namhafte Unternehmen stemmen sich demnach gegen die Bereitstellung von Austauschmodulen. „Wegen ihrer restriktiven Ersatzteilpolitik ist die Reparatur in vielen Fällen nur noch bei den herstellereigenen Werkstätten möglich. Dort wird dann oft gar nicht repariert, sondern ausgetauscht“, sagte Ax. Unterstützer der Initiative sind unter anderem der Bundesverband Verbraucherzentralen, die Deutsche Umwelthilfe oder der Verband Kommunaler Unternehmen.

Es gibt aber auch positive Beispiele in der Elektronikbranche: So setzen Unternehmen wie Puzzlephone oder Fairphone auf langlebige Smartphones. So können beim Fairphone 2 kaputte Teile leicht ausgetauscht werden. Darüber hinaus lassen sich die Kameras der Gerätes inzwischen sogar mit moderneren Modulen nachrüsten.

Wie üblich geht es bei der am Freitag eröffneten Internationalen Funkausstellung (IFA) vor allem neue Technik – und Trends.

Ein solcher Trend ist „Virtual Reality“ (VR), die von Software künstlich erzeugte Realität. Microsoft will frischen Wind in den Markt für VR bringen und hat am Freitag auf der IFA neue Headsets für das Eintauchen in virtuelle Welten auf Basis von Windows 10 vorgestellt. Ab dem 17. Oktober würden erste Geräte bereits ab 299 Dollar im Handel verfügbar sein, kündigte Microsofts Windows-Chef Terry Myerson am Rande der IFA in Berlin an. „Wir wollen Virtual Reality demokratisieren.“

Ebenfalls ein großes Thema ist das vernetzte Haus („Smart Home“). Der deutsche Markt wird sich einer Studie zufolge binnen fünf Jahren voraussichtlich mehr als verdreifachen. Mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 26,4 Prozent soll der Markt bis 2022 auf 4,3 Milliarden Euro anwachsen, wie aus der Erhebung des Internetverbands eco und der Beratung Arthur D. Little hervorgeht.

Unter Smart Home versteht man die intelligente Vernetzung von Hausgeräten. Beispiele sind Fenstersensoren, Zugangskontrollen oder digitale Sprachassistenten. Besonders gut sind die Prognosen beim Energiemanagement, in dem in den nächsten fünf Jahren 1,3 Milliarden Euro umgesetzt werden sollen, bei der Licht- und Fenstersteuerung sind es demnach 1,2 Milliarden.

Die Deutsche Telekom wird künftig privaten Kunden einen Gigabit-Anschluss mit Glasfaser-Technologie anbieten. Auf der IFA stellte Deutschland-Chef Niek Jan van Damme einen Tarif vor, bei dem Kunden für knapp 120 Euro im Monat Daten mit einer Geschwindigkeit von 1000 Megabit pro Sekunde herunterladen können.